An dieser Stelle möchte ich Ihnen ausgesuchte Zeitungsartikel über Nettelrede aus unserer regionalen Presse vorstellen, die sicherlich auch für "Nicht-Grönjer" Informations- und Unterhaltungswert haben.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 03.12.2010
Bereits einmal gesichtet:der Weihnachtsmann
Punsch beim Luttringhäuser Klönschnackverein
Luttringhausen (oe). Der erste Weihnachtsmann in diesem Jahr ist in Luttringhausen beobachtet worden. Der örtliche Klönschnackverein trifft sich schon viele Jahre bei Herbert Laue, der seinen Garten für eine kleine Bude und den örtlichen Tannenbaum zur Verfügung stellt. Dann ist das ganze Dorf mit dabei, wenn heißer Punsch, Glühwein, Lumumba, Kinderpunsch, Apfelsaft und Kekse ausgegeben werden. „Vor allen Dingen sollen die Kinder daran ihre Freude haben – und die Erwachsenen kommen nach einem ganzen Jahr mal wieder in Ruhe zusammen“, sagen Steffi Stein und Petra Ackmann, die das alles organisiert und vorbereitet hatten. Als Höhepunkt kam dann – mit etwas Verspätung – der Weihnachtsmann vorbei und öffnete für die Gäste seinen großen Sack. Er konnte nicht zum verabredeten Zeitpunkt vor Ort sein, weil sein Pferd bei der plötzlichen Kälte nicht ganz trittfest war. Also kam der rot gekleidete Geschenke-Bringer zu Fuß, wurde aber dennoch von der Dorfgemeinschaft herzlich empfangen – und grüßte „Hohoho“.
Rote Mütze, weißer Bart: Er ist es, der Weihnachtsmann (r.).
Foto:oe
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 24.11.2010
Ein Schluck Obstler für das „störungsfreie Wachstum“
CDU-Ortsverband Nettelrede pflanzt Apfelbaum in die Feldmark
Nettelrede (gho). Bereits das achtzehnte Jahr in Folge ist jetzt der CDU-Ortsverband Nettelrede-Luttringhausen mit Spaten, Vorschlaghammer, Wasserkübel, Verbissschutz, Strick und Pfählen zum Bäumepflanzen in die Feldmark ausgerückt. Die alte deutsche Hochstamm-Apfelsorte namens „Tiefenblüte“ hatte die Baumschule empfohlen. Unter der Regie vom Vorsitzenden Rainer Klockemann beteiligten sich Jobst Saake, Heiko Wente, Carsten Werner, Dietmar Werhahn, Hans-Dieter Otto, Dieter Buchmeier und Otto Brauer an der Aktion – auch die Kinder Kira, Luke, Cara und Alena legten mit Hand an und ließen sich den großen ökologischen Nutzen von Obstgehölzen in der Feldflur erklären. Klockemann nutzte den Anlass, seinem Parteifreund Heiko Wente zum 50. Geburtstag zu gratulieren und ihm eine Urkunde zu überreichen. „Rein zufällig“ sei auch eine Flasche klarer Obstler vorhanden, womit nach gutem Brauch der „Tiefenblüte“ ein Gläschen gegönnt wurde zum „störungsfreien Wachstum“.
Viele Hände packen an, schnell ist der Baum in der Erde.
Foto:gho
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 10.11.2010
Endlich: gefährliche Kreuzung entschärft
Ortsbürgermeister Axel Goeritz zufrieden: wesentliche Verbesserung der Situation
Nettelrede (st). Zehn Jahre hat der Ortsrat Nettelrede gekämpft, jetzt ist er endlich belohnt worden: Das Bauamt der Stadt hat die sichtversperrende Hecke eines Anwohners an der Ecke Eilenbergblick und Böbbersche Straße abgeschrägt und um einige Meter nach hinten versetzt. Weil sich der Anwohner vehement weigerte, seine Hecke zu kürzen, um Autofahrern Einsicht in den Kreuzungsbereich zu gewähren, war die Stadt gezwungen, dem Anwohner ein Stück seines Grundstückes abzukaufen und auf eigene Kosten die Hecke zu versetzen. Ortsbürgermeister Axel Goeritz ist das egal: „Uns vom Ortsrat war immer gleich, was für eine Maßnahme durchgeführt wird, uns war nur wichtig, dass etwas getan wird, um die dortige Gefahrensituation zu entschärfen.“ Und das ist aus seiner Sicht jetzt geschehen. Zehn Jahre lang hatte sich der Ortsrat lange vergeblich um eine Lösung bemüht und sich am Ende von der Verwaltung verschaukelt gefühlt. „Seit dem vergangenen Ortsrat ist die Zusammenarbeit mit dem Bauamt aber vorbildlich gewesen“, lobt Goeritz. „Wir sind über jeden Schritt und jede Entwicklung umgehend informiert worden.“ Für den Ort sei die Entschärfung des Bereiches eine wesentliche Sache, sagt Goeritz. Immer wieder seien er und seine Ortsratskollegen auf die potenzielle Gefahr aufmerksam gemacht worden. Bauamtsleiter Uwe Hünefeld freut sich auch darüber, dass er hinter die Sache endlich einen Haken machen kann. „Wir haben die Maßnahme so durchgeführt, wie wir uns das vorgestellt haben – im Austausch mit dem Anwohner und dem Ortsrat.“ Sieben Quadratmeter groß ist das Stück Ecke, dass jetzt für mehr Sicht und mehr Sicherheit sorgt. „Eine ganz kleine Fläche mit sehr großer Wirkung“, sagt Hünefeld. In dem kommenden Tagen soll dann auch der ehemals an der Hecke verlaufende Zaun neu gesetzt werden, der Auftrag sei bereits erteilt, so Hünefeld.
Nur eine kleine Ecke für den Anwohner, aber ein großer Zugewinn an Sicht und Sicherheit für die Nettelreder: Die Hecke an der Ecke Eilenbergblick und Böbbersche Straße ist abgeschrägt ein paar Meter nach hinten versetzt worden.
Foto: st
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 05.11.2010
Cherusker, Nesseln und der Heilige Dionysius
Gästeführerin Monika Werner führt Interessierte auf Einladung des CDU-Ortsverbandes durch Nettelrede
Nettelrede (gho). „Ein Dorf im Wandel der Zeit“ – gut zwanzig Nettelreder und Gäste lauschten jetzt gebannt den fundierten Ausführungen von Gästeführerin Monika Werner während eines anderthalbstündigen Rundgangs durch den Ort. Der CDU-Ortsverband Nettelrede-Luttringhausen hatte eingeladen. Werner spannte einen großen Bogen von der Entstehungsgeschichte Nettelredes bis zur Gegenwart – von den Cheruskern, die im damals voll bewaldeten Deister-Süntel-Tal lebten, über die Sachsen 300 nach Christus bis zu den ersten Siedlern, denen es hier gefallen hatte, nachdem sie viele „Netteln“ (Nesseln) gerodet hatten und dem Ort damit seinen Namen gaben. Ausgangspunkt der Exkursion war jener Platz ganz oben im Dorf, an dem es Wasser gab, an dem die ersten fünf Höfe entstanden und der deshalb Fünfhausen hieß. Die Zuhörer hörten viele Geschichten und Anekdoten, die sich um Höfe, Betriebe und Familien rankten, manche älteren Semester konnten die Ausführungen der Gästeführerin noch aus eigener Erinnerung ergänzen. Schon 1845 habe sich eine Wassergenossenschaft gegründet, die von einem höher gelegenen Brunnen das Wasser in Holzrohren an etwa 40 Feuerstellen verteilte. Mägde mussten das Wasser dann in Schwerstarbeit eimerweise in die Häuser tragen. Auch war die Rede von den Handwerksbetrieben um 1910, als es vier Schmiede, zwei Schuster, drei Schneider, sieben Tischler und einen Maurermeister gab. Der größte Betrieb heute sei die Tischlerei Wehrhahn. Sehr ausführlich schilderte Werner die Kirchengeschichte beim Halt an und in der Kirche, die dem Heiligen Dionysius gewidmet ist. Hier ließ Carsten Werner die 1999 sanierte Giesecke-Orgel erklingen. Aus den Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern wusste die Gästeführerin beispielsweise, dass im Jahr 1628 acht Kinder geboren, aber 109 an der Pest gestorben seien. Die Einwohnerzahl Nettelredes sei nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug der Flüchtlinge um das Doppelte gewachsen, und mit dem Wirtschaftswunder entstanden viele neue Eigenheime. Seien noch vor 50 Jahren zehn Handwerksbetriebe und sechs Geschäfte ansässig gewesen, seien 1997 außer der schon erwähnten Tischlerei und einigen Landwirten keine mehr da gewesen. Das Leben im Ort ginge aber heute dennoch weiter, die Erwerbstätigkeit habe sich nur gewandelt: ein Hofcafé, eine Friseurin, Fußpflegerinnen, eine Krankengymnastin, EDV-Fachleute, ein Fenster- und Türenbauer, eine Goldschmiedin und ein Autodesigner verdienen heute ihren Unterhalt in Nettelrede. Und dass das Vereinsleben noch lebendig sei, könne man bei den diversen Festen im Ort erleben. Ortsverbandsvorsitzender Rainer Klockemann dankte am Ende der Tour an Volkers Hof nicht nur Monika Werner, sondern auch den Teilnehmern der „wissenswerten Exkursion“.
Sie ließen sich von Monika Werner (r.) die Geschichte des Dorfes im Wandel der zeiten erläutern: Gäste aus Nettelrede und Umgebung.
Foto:gho
Quelle: Hallo Sonntag vom 24.10.2010
Inspiration durch Ami-Trucks
Rudi Link ist kein Objekt zu groß, um es mit der Airbrush-Pistole zu bemalen
BAD MÜNDER/NETTELREDE (oe). Postkartenformate sind dem Hobbymaler Rudi Link aus Nettelrede definitiv zu klein. Immer größer wurden seine Exponate im Laufe der Zeit. Denn schon seit seiner Kindheit und Jugend ist ihm der Umgang mit Pinsel und Farbe vertraut.
Der heute 66-Jährige ist im Sudetenland geboren und kam bereits als Kleinkind und Heimatvertriebener in das benachbarte Bayern. Dort entdeckte er in der Schule seine Liebe zur Musik und Malerei. In Würzburg begann er zunächst eine Lehre als Autolackierer. Wenn es ihm auch nicht möglich war, eine künstlerische Ausbildung zu beginnen, mit Farben hatte es immerhin zu tun. "Mit Spritzpistole und Spachtelmasse haben wir da richtige 3-D-Bilder gemacht", erinnert er sich noch heute. Dann passierte ihm ein Unglück, das eigentlich keinem angehenden Musiker oder Maler passieren sollte. Beim Holz sägen rutschte er ab, Daumen und der kleine Finger der rechten Hand wurden Opfer der Kreissäge. Dadurch war es auch mit der Lehre vorbei. Erst später begann er eine neue Ausbildung im Fränkischen als Tapezierer und Maler. Dann zog es ihn durch den Süden der Republik. In Frankfurt und Stuttgart hinterließ er seine Visitenkarten. Inzwischen hatte er die Porträtmalerei und den weichen Bleistift als Stilmittel für sich entdeckt. Während einer Kur lernte
er eine Frau aus dem Deister-Sünteltal kennen. Das war sein erster Kontakt mit Niedersachsen und Bad Münder. Ein Kontakt, der bis heute gehalten hat. Er blieb, auch, als die Bekanntschaft schon längst Geschichte war. Von Bad Münder aus startete er in den 90er Jahren etliche Reisen in die USA. In Florida lernte er neben einer neuen Liebe auch den Umgang mit der Airbrush-Technik kennen. Die Gemälde auf den riesigen Trucks oder ganzen Häuserfassaden haben ihn begeistert. Inzwischen ist er Rentner und hat in Bad Münder und Umgebung schon einige Wände, Garagentore oder Innendekorationen in dieser Technik aufgemotzt. Lieblingsmotive hat er keine. "Ich male alles", sagt er -"Tiere, Landschaften, Motorräder, Porträts", so der weit gereiste Hobbymaler Rudi Link. Nur, jetzt im Winter sind die Farben draußen nicht gut zu verarbeiten. Dann wird er sich um sein zweites Hobby kümmern - die Musik.
Rudi Link beim letzten Schliff an einem Garagentor in Bad Münder.
Wanddekoration in einem münderschen Gastronomiebetrieb.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 18.10.2010
Musikzug bläst zur Riesengaudi
600 Gäste feiern in Volkers Scheune in Nettelrede Münders größtes Oktoberfest
Nettelrede (oe). „Oans zwoa gsuffa“ – für eine Nacht, immer im Oktober, schwappt die weiß-blaue Festzeltkultur über den Weißwurst-Äquator direkt in die Scheune des Volker-Hofes in Nettelrede. Die Freiwillige Feuerwehr hatte wieder zum Oktoberfest geladen. Da sich das Fest in den wenigen Jahren seines Bestehens weit über die Regionsgrenzen herumgesprochen hat und es bereits in der Landeshauptstadt als Geheimtipp gehandelt wird, waren die Plätze diesmal limitiert. Während noch im vergangenen Jahr fast 1000 Besucher die Scheune zu sprengen drohten, kamen diesmal nur 600 Feierlaunige hinein. Das entspannte die Situation und ließ auch genügend Raum zum Tanzen und Schunkeln. Garant für die gute Laune war die Feuerwehrkapelle, die sich mit ihrem Repertoire und auch mit ihrer Performance auf der Bühne einen Platz in jedem Bierzelt auf dem Original-Oktoberfest in München verdient hätte. Die „Buam“ in zünftiger Tracht und die „Madeln“ in ihren schmucken Dirndln hatten auch „Sexy“ von Marius Müller-Westernhagen drauf. Aber richtig ging die Post beim Bayerischen Avanciermarsch ab – die Besucher schoben sich in einer Riesenpolonaise durch den weißblau geschmückten Scheunensaal. Natürlich fehlte auch diesmal nicht die passende Verpflegung. Brezel, Kraut, Weißwürste und Haxen gab es am Essens-Tresen. Das Phänomen am Nettelreder Oktoberfest ist aber die bunt gemischte Altersstruktur der Gäste. Dort feiert die Jugend genauso mit, wie die Generation der Eltern und Großeltern. Die Kommentare der Besucher reichten von „ super“ bis „einfach nur geil“. Sönke Wehrhahn fand sogar einen guten Grund, um das Fest in Nettelrede noch besser zu finden als das in München: „Hier darf man wenigstens rauchen“. Noch ein positiver Aspekt in diesem Jahr: Das Oktoberfest verlief ohne Randale und Eintrag im Polizeibericht.
Manche Gäste lassen sich inzwischen ganze Tische servieren.
Der Musikzug hat sich in Schale geworfen.
Die gute Laune der Feuerwehrkapelle schwappt auf das Publikum über.
Fotos: oe
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 08.10.2010
Großes Interesse an Aktion für Maxi
Typisierung: 150 Besucher des Erntefestes in Nettelrede beteiligen sich
Nettelrede (jhr). Der Aufruf des Ortsrates Nettelrede-Luttringhausen und des Vereins für Heimatpflege und Ortsentwicklung, sich beim Erntedankfest in Nettelrede typisieren zu lassen, um dem neun Monate alten, an Leukämie erkrankten Maxi eventuell als Spender helfen zu können, ist auf fruchtbaren Boden gefallen. „Nach Durchsicht der Unterlagen haben wir festgestellt, dass sich insgesamt 150 Besucher des Festes an der Aktion beteiligt haben“, dankt Mitorganisator Rüdiger Lohmann allen Beteiligten. Jeder Besucher zwischen 18 und 55 Jahren war eingeladen, sich als potenzieller Spender registrieren und typisieren zu lassen. Zwei Ärzte und vier Arzthelferinnen der Gemeinschaftspraxis in Eimbeckhausen stellten sicher, dass die Proben fachgerecht genommen wurden. Mitglieder der Rettungshundestaffel Weserbergland beteiligten sich im Hintergrund an der Koordination der Typisierung. Ob bei der Aktion in Nettelrede ein passender Stammzellspender gefunden werden kann, ist jedoch noch nicht absehbar: Es dauert mehrere Wochen, bis alle Proben analysiert sind und in Frage kommende Spender feststehen.
Mitglieder der Rettungshundestaffel und Mitarbeiter der Gemeinschaftspraxis Eimbeckhausen sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Typisierungs-aktion.
Foto: privat
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 02.10.2010
Nettelreder Ortsteilbücherei macht dicht
Auch andernorts wenig Nutzer: Hachmühlen mit Abstand am besten frequentiert, Nienstedt Schlusslicht
Bad Münder (st). Es gibt sie in Hachmühlen, in Flegessen, in Niestedt, in Eimbeckhausen und in Bakede – nur in Nettelrede, da gibt es sie nicht mehr: die Ortsteilbücherei. Mit dem Ausscheiden von Leiterin Marianne Wehrhahn hat sich auch die Bücherei aus dem Dorf verabschiedet. Zu gering sei der Zuspruch der Einwohner, das Engagement lohne sich schlicht nicht mehr, sagt Ortsbürgermeister Axel Goeritz. Besucherzahlen aus dem Jahr 2008 belegen das: Nur 53 Nettelreder haben sich bei Wehrhahn ein Buch ausgeliehen. Doch auch die übrigen Ortsteil-Büchereien können sich nicht über zu viel Arbeit beschweren – ein Grund für Rat und Verwaltung, sich grundsätzlich über den Erhalt der Einrichtungen Gedanken zu machen. Nicht umsonst ist die Möglichkeit von Büchereischließungen in das Haushaltssicherungskonzept der Stadt aufgenommen worden. Noch jedoch habe die Verwaltung keine Mindestnutzergrenze pro Jahr festgelegt – und noch keine weiteren Schließungen veranlasst. „Es ist meiner Meinung auch wichtig, ein solches Angebot gerade in den Ortsteilen vorzuhalten“, findet Sozialamtsleiterin Elisabeth Borcherding. Zumal sich die Kosten für die Einrichtungen in Grenzen halten. „Entsprechend eines Beschlusses des Verwaltungsausschusses aus dem Jahr 2003 erhalten die Büchereien einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 20 Cent pro Einwohner“, sagt Borcherding. Die Ortsräte könnten über die Verwendung entscheiden. „Entweder fließt der Betrag in die Neubeschaffung von Büchern, oder er kann als Aufwandsentschädigung für die Aufsichtsperson genutzt werden.“ Die wenigsten Besucher hatte 2008 die Nienstedter Bücherei. Doch solange die dortige Leiterin Ilka Heise, eine Fachfrau aus der Branche, die Betreuung ehrenamtlich weiterführe, würde über eine Schließung nicht nachgedacht, sagt Borcherding. „Die Bücherei befindet sich im Freizeitheim – durch die Doppelung der Räumlichkeiten entstehen der Stadt also keine weiteren Kosten.“ Während Bakede und Eimbeckhausen mit knapp unter 100 Nutzern im Mittelfeld liegen, stechen Flegessen (138) und besonders Hachmühlen (255) heraus. Leiterin Elke Möller aus Hachmühlen sieht ihre guten Zahlen – in 2009 waren es sogar über 300 Leser – erstens als Bestätigung ihrer Bemühungen und zweitens als Indiz dafür, dass ein solches Angebot in den Ortsteilen gebraucht wird. „Ich finde das sehr wichtig, dass die Kinder nicht nur vor dem Fernseher sitzen oder Computer spielen.“ Um ihre jungen Leser zu locken, lässt sich Möller immer wieder etwas einfallen. „Ich habe die Bücherei von außen ansprechend gestaltet, und außerdem gibt es ab und zu eine kleine Überraschung für die Besucher.“ Beim Lesestoff versucht sie, ständig auf dem neuesten Stand zu bleiben. „Ich frage die Kinder, was sie lesen wollen und versuche das zu besorgen.“ Das geht laut Möller aber nur über Spenden, der Zuschuss der Stadt sei zu gering.
Nettelredes Ortsbürgermeister Axel Goeritz verabschiedet Büchereileiterin Marianne Wehrhahn.
Foto:st
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 17.09.2010
Jungunternehmer wollen „der Stadt ‘was zurückgeben“
Junge Gewerbetreibende und Selbstständige sammeln Geld für Doppelschaukel am Nettelreder Dorfgemeinschaftshaus
Bad Münder (st). Dass Jungunternehmer backen können, das hat der mündersche Stammtisch „Neue Gemeinschaften“ auf dem Bauernmarkt im vergangenen Jahr gezeigt. Mit dem Verkauf von Waffeln haben die jungen Gewerbetreibenden und Selbstständigen, die sich regelmäßig unter dem Dach der Volksbank treffen, Geld gesammelt „für die Kinder in Bad Münder“, erzählt Mitglied Gerrit Niemeier. Von dem Erlös haben die Jungunternehmer jetzt eine stabile, blaue Doppelschaukel im Garten des Dorfgemeinschaftshauses in Nettelrede errichten lassen. „Wir wollen der Stadt, von der wir profitieren, ’was zurückgeben“, so Niemeier. Nach Absprache mit der Verwaltung habe man sich dann für die Schaukel in Nettelrede entschieden. Auch auf dem kommenden Bauernmarkt am 25. September wollen die Jungunternehmer wieder Geld sammeln.
Gemeinsam mit Wirtschaftsförderin Anika John und Volksbank Vertreter Peter Werheit weihen die Jungsunternehmer Marcel Müller, Martin Kahlsdorf, Henrik Niemeier, Patrick Couvreur und Gerrit Niemeier die Dopperlschaukel ein. Foto:st
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 17.09.2010
Heimatbund will Reservat kaufen
Nettelrede (st). Für 4000 Euro will der Heimatbund das Grundstück kaufen, auf dem der Verein seit Jahren das Süntelbuchenreservat oberhalb des münderschen Ortsteils Nettelrede unterhält. Zurzeit gehören die fast zwei Hektar der Stadt. Diese ist aber bereit, die ehemalige Deponie an den Heimatbund zu verkaufen. „Das städtische Grundstück wird für öffentliche Zwecke nicht benötigt“, heißt es seitens der Verwaltung. Und weiter: „Eine Käufersuche auf dem freien Markt wäre erfolglos.“ Bislang zahlt der Verein eine jährliche Nutzungsentschädigung in Höhe von 5 Euro.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 15.09.2010
„Wir sind hier die allerletzten Heinis“
Streit um Hecke bringt Göritz in Rage
Nettelrede (st). Nettelredes Ortsbürgermeister Axel Göritz (SPD) ist nicht Don Quixote – und doch fühlt er sich, als kämpfe er gegen Windmühlen. Seit zehn Jahren versucht der Ortsrat der Stadt eine Lösung für den Verkehrsgefahrenpunkt Ecke Eilenbergblick/Böbbersche Straße abzuringen – ohne Erfolg. „Es ist wirklich schrecklich, was hier dem großen Engagement des Ortsrates an Reaktion seitens der Verwaltung gegenübersteht“, schimpfte Göritz. Die hohe Hecke um das Eckgrundstück eines Anliegers verhindert eine freie Sicht auf die Kreuzung, eine Kürzung der Hecke lehnt der Eigentümer jedoch seit jeher kategorisch ab. Die Stadt hat sich daraufhin nach zahllosen Beratungen und Verhandlungen mit Ortsrat und Anwohner bereit erklärt, die vorderste Ecke des Grundstücks zu kaufen und die Hecke abgeschrägt so weit nach hinten zu setzen, dass die Verkehrssituation gut eingesehen werden kann. Das war im Frühjahr – seitdem ist jedoch immer noch nichts passiert, und Göritz beginnt zu verzweifeln. „In dem Punkt bin ich amtsmüde“, sagte der Ortsbürgermeister. „Es ist einfach unmöglich, wie das Bauamt mit uns verfährt. Wir sind hier scheinbar die allerletzten Schluris und Heinis“, echauffierte er sich und fügte hinzu: „Scheinbar hat ein Anlieger bei Uwe Hünefeld mehr Gewicht als der geballte Ortsrat.“ Der Bauamtsleiter hatte nach der Ortsratssitzung im Frühjahr mit Göritz und dessen Stellvertreter Norbert Wehrhahn gesprochen und ihnen das Vorhaben der Stadt skizziert. „Da hatte ich mal wieder etwas Hoffnung“, so Göritz, aber: „Dann kam nichts.“ Vor dem jüngsten Ortsrat erreichte den Ortsbürgermeister eine E-Mail Hünefelds. „Das Pflanzfenster im Frühjahr sei zu klein gewesen“, zitierte Göritz daraus. Zwischen „Oktober und Weihnachten“ solle die Pflanzung der neuen Hecke jetzt erledigt werden. „Da steht aber nicht drin, in welchem Jahr“, höhnte der Ortsbürgermeister. „Es ist eine Frechheit, mit so einem Wisch abgespeist zu werden“, befand Göritz und legte noch einen nach: „Die Ignoranz eines Amtsleiters reicht aus, dass da nichts geschieht.“
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 15.09.2010
TSV-Vorsitzender Wente entschuldigt sich im Ortsrat
„Ich hab‘ an das Kirchenfest nicht gedacht“
Nettelrede (st). Der Vorsitzende des TSV Nettelrede, Heiko Wente, hat sich jetzt im Ortsrat öffentlich für die unglückliche Ansetzung des Benefizturniers in Erinnerung an eine verstorbene Fußballspielerin des Vereins am 8. August dieses Jahres entschuldigt. Das schon lange im Voraus am selben Tag geplante Kirchenfest hatte der Kirchenvorstand daraufhin verschoben. Dabei gebe es im Ortsteil zur Vermeidung solcher Dopplungen ein Treffen der Vereine, auf dem die Termine koordiniert würden, sagte Ortsbürgermeister Axel Göritz. Das könne man sich dann in Zukunft schenken. Doch nachdem er seinem Ärger auf der Sitzung Luft gemacht und die Entschuldigung Wentes gehört hatte, entschloss sich der Ortsbürgermeister mit seinen Ortsratskollegen dazu, an den Treffen zur Terminabstimmung festzuhalten. „Das ist ganz unglücklich gelaufen“, bedauerte Wente. „Ich habe nur geguckt, ob kein anderer Termin auf dem Sportplatz ansteht, an das Kirchenfest habe ich nicht gedacht“, räumte der TSV-Vorsitzende offen ein.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 17.08.2010
Sternfahrt nach Lauenau
Landfrauen radeln für „Kochen mit Kinder“
Nettelrede (mow). 37 Landfrauen aus verschiedenen Ortsvereinen des Landfrauenvereins Sünteltal haben sich jetzt in Lauenau zum Eisessen getroffen. Auch die Nettelrederinnen haben sich an der Sternentour beteiligt und sind in den Nachbarkreis Schaumburg geradelt. Die Frauen fuhren für „Kochen mit Kindern“, eine Aktion des Landfrauenverbandes: Speziell geschulte Mitglieder gehen in Grundschulen, um mit Dritt- und Viertklässlern zu kochen – jeweils zu einem bestimmten Thema (Milch, Getreide, Kartoffeln oder Obst und Gemüse). Die Koch-Besuche sollen den Kindern den Weg zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erleichtern. Da die Finanzierung des Projektes nicht mehr gesichert ist, haben sich die niedersächsischen Landfrauen überlegt, dass sie dieses Jahr „einmal um die Welt“ radeln wollen. Das bei den einzelnen Radtouren eingesammelte Startgeld kommt voll der Kochaktion zugute. Zum Abschluss radeln die Landfrauen am 28. August mit Heike Goetz um den Maschsee. Die Sünteltaler Landfrauen hatten viel Freude an ihrer Radtour. Bei strahlendem Sonnenschein ließ man sich das Eis schmecken und anschließend ging es wieder Heim in die verschiedenen Dörfer.
Nettelreder Landfrauen bei einem Zwischenstopp am Blumenfeld von Gisela Uhlenbecker. Foto: mow
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 22.07.2010
Diskussionskreis auf großer Fahrt
Zum 50-Jährigen: Fahrt ins Blaue und Feierstunde im Hofcafé Volker
Bad Münder/Nettelrede (st). Früh morgens haben sich die Mitglieder des Diskussionskreises Bad Münder gestern getroffen, um sich gemeinsam auf eine Jubiläums-Fahrt ins Blaue zu machen. Der Diskussionkreis entstand vor 50 Jahren aus Mitgliedern des Betriebsrates der Bähre-Werke in Bad Münder. Mit dem Mannschaftsbus des Eishockeyteams „Hannover Indians“ fuhr die Gruppe an den Heidesee in die Nähe von Gifhorn. Nach einer kleinen Wanderung rund um das Gewässer gab es für die 60 Teilnehmer der Fahrt in einem Gasthaus Mittagessen. „Das war sehr schön dort an dem See, sehr gemütlich“, sagt Vorstandsmitglied Rolf Lanzendorf. „Und die üblichen Reden wurden gehalten.“ Nach der Ausflugsfahrt, deren Ziel die Mitglieder erst am Morgen erfuhren, machte der Bus halt am Hofcafé Volker in Nettelrede. Dort gab es für den Diskussionskreis Kaffee und Kuchen.
Der Diskussionskreis Bad Münder ist mit dem Mannschaftsbus des Eishockey-
teams „Hannover Indians“ auf Jubiläums-Tour.
Foto:st
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 21.07.2010
Turnier für einen guten Zweck – und doch Frust
In Nettelrede und Luttringhausen entzweit eine Termin-Dopplung die Dorfgemeinschaft
Nettelrede (jhr). In Nettelrede und Luttringhausen wird die Dorfgemeinschaft derzeit auf eine harte Probe gestellt. Der Grund für den Zoff im Dorf: Ein Benefiz-Fußballturnier – wobei die Kritiker keineswegs den Anlass des Turniers bemängeln, sondern den Umgang miteinander und mit dem gemeinsam abgestimmten Terminkalender des Ortes. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Kirchengemeinde Nettelrede- Luttringhausen auf der einen Seite und der TSV und die Siedlergemeinschaft Nettelrede auf der anderen Seite. Für den 8. August hatte die Kirchengemeinde ein Sommerfest geplant und das bereits im vergangenen Jahr bei der Abstimmung der Termine 2010 aller Vereine in den Kalender des Ortsbürgermeisters eintragen lassen. Erstaunt reagierte daher der Kirchenvorstandsvorsitzende Wilfried Wehrhahn, als er von einem ebenfalls für diesen Tag geplanten Benefiz-Turnier erfuhr. „Ich habe sofort den Vorsitzenden des TSV angesprochen, doch der erklärte mir, von keiner Veranstaltung zu wissen“, so Wehrhahn. Viermal suchte er den Kontakt zum TSV-Vorsitzenden, dann flatterte ihm ein Faltblatt ins Haus, mit dem TSV und Siedlergemeinschaft für ein Fußball-Benefiz-Turnier am 8. August warben. Anlass ist der sich jährende Todestag einer im vergangenen Jahr an Leukämie gestorbenen jungen Fußballerin des TSV. Sportler und Siedler wollen „anderen leukämiekranken Kindern ein Lächeln schenken.“„Die Kirchengemeinde achtet den Gedanken, der hinter diesem Benefizturnier steht“, erklärt der Kirchenvorstand, verschiebt sein bereits vorbereitetes Sommerfest aufs nächste Jahr und kündigt an, als zahlende Gäste das Turnier verfolgen zu wollen. Dennoch bleiben für den Kirchenvorstand Fragen offen: „Warum hat die Initiative sich nicht an die Kirchengemeinde zwecks Terminabsprache gewandt? Warum diese egoistische Eigenmächtigkeit – die nicht zum gedeihlichen Einvernehmen im Dorf führt?“, fragen die Mitglieder. Wenig zur Entspannung der Situation beigetragen haben dürfte eine Äußerung eines Vertreters des TSV, der dem Kirchenvorstandsvorsitzenden auf Nachfrage gesagt haben soll, dass ihn die Absprache nicht interessiere. „Wenn das die neuen Umgangsformen der Vereine eines Dorfes sind, was soll dann noch zum Zusammenhalt der Dörfer glücken?“, fragt Wehrhahn für den Kirchenvorstand.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 19.07.2010
Feuerwehr löscht qualmenden Schmorbraten
Frühes Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert Küchenbrand in Zweifamilienhaus in Nettelrede
Nettelrede (st). Nein, es ist kein schlechter Witz: Ein Schmorbraten hat gestern Mittag über 50 Feuerwehrleute auf den Plan gerufen. Alle Ortswehren des Stützpunktes Eimbeckhausen und die Drehleiter aus Bad Münder waren in Nettelrede vor Ort. Doch von vorn: Um 11.48 Uhr erreichte die Helfer die Alarmierung. Wohnungsbrand im Entstehen – Alarmstufe I. Die Bewohner eines Zweifamilienhauses an der Kreisstraße hatten 112 gerufen, nachdem aus der Wohnung der anderen Partei verdächtiger Geruch kam – und die Alarmschläger vermuteten richtig: Die Bewohnerin ist nicht zu Hause. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, drang bereits Rauch aus einem offen stehenden Fenster. Einsatzleiter Heinrich Jochim entschied: Tür aufbrechen und mit einem Trupp Atemschutzträger in die Wohnung gehen. Gesagt, getan: Ohne Probleme verschafften sich die Einsatzkräfte mit einer Axt Zutritt zur Wohnung. Und nach nur wenigen Augenblicken hatten die Atemschutzträger die Rauch-Quelle ausfindig gemacht. Es handelte sich um einen Schmorbraten, der ein wenig zu lange auf dem Herd gestanden hatte. Nachdem die Helfer den Topf in die Spüle gestellt und mit der Kübelspritze abgekühlt hatten, konnten sie melden: Feuer aus. Mittlerweile hatten sich an der Straße zahlreiche Nachbarn versammelt, die wild über die Ursache des Einsatzes von insgesamt 56 Feuerwehrleuten und zwölf Fahrzeugen spekulierten. Und so ist‘s passiert: Die 69-jährige Bewohnerin hatte den Topf auf dem Herd stehen lassen und diesen versehentlich angelassen, als sie ihre Wohnung verließ. Dass durch die Unachtsamkeit kein nennenswerter Schaden entstanden ist, sei der schnellen Alarmierung durch die Nachbarn und dem umgehenden Einsatz der Feuerwehr zu verdanken, erklärt Feuerwehrsprecher Marko Klose. „Wenn die Hitze größer geworden wäre, hätte sich das Fett in der Dunstabzugshaube entzünden und ein Küchenbrand mit nicht absehbaren Folgen entstehen können.“
Zahlreiche Einsatzkräfte an der Kreisstraße in Nettelrede.
Foto:st
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 02.07.2010
Ferien auf dem Ponyhof
Nettelreder Kinder übernachten im Stroh
Nettelrede/Hessisch Oldendorf (ndz). Endlich Ferien, endlich Abenteuer – für die älteren Kinder der Voltigiergruppe von Ramona und Farina Lorenz in Nettelrede stand jetzt ein ganz besonderes Erlebnis an: Sie übernachteten auf dem Fellpony-Hof am Schiefernberg bei Hessich Oldendorf. Das Programm war so, wie es sich junge Pferdefreunde zur WM-Zeit wünschen: gemeinsames Grillen, Ausgabe der „Pferdeführerscheine“, Fütterung der Tiere – und Fußball im Fernsehen. Eine Nachtwanderung durch den Wald schloss sich an, bevor die Gruppe gespannt auf die Nacht im Stroh zwischen die Halme sank. Am folgenden Tag brachte Stefan Döring den Kinder Grundkenntnisse im Umgang mit Kutsche und Pferd bei, bevor es auf große Tour und dann später auf die Heimreise ging.
Gemeinsam mit ihren Betreuern erlebten die Kinder eine spannende Zeit auf dem Ponyhof.
Foto: ndz
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 03.06.2010
102 Kinder campen am Helenensee
TSV Nettelrede veranstaltet sein 30. Zeltlager / Neue Betreuer werden im kühlen Nass getauft
Bad Münder. Tolle Stimmung und gutes Wetter bestimmten das 30. Pfingst-Zeltlager des TSV Nettelrede. Unter Leitung von Dietmar Wente und dessen 19-köpfigem Betreuerteam verbrachten diesmal aufgrund der riesigen Nachfrage 102 Kinder eine Freizeit am Helenensee in Rinteln – 22 mehr als sonst. Neben zahlreichen „alten Hasen“ tummelten sich diesmal besonders viele neue Gesichter in der Gruppe. Nach der Ankunft wurden die jungen Teilnehmer zunächst mit ihrem Zuhause auf Zeit vertraut gemacht – und auch mit den nötigen Pflichten, vom Abwasch- bis zum Toilettendienst. Noch am ersten Tag wurde mit Linus Goeritz der Camp-Bürgermeister gewählt. Ihm stand ein Zeltrat zur Seite, dem Jannik Lay, Dzenis Hadzic, Philipp Höxter, Gina Lucia Schwekendiek und Mirel Hadzic angehörten. Obwohl der Helenensee noch ziemlich kalt war, wagten viele Jungen und Mädchen einen Sprung in die Fluten. Großen Anklang fand auch eine von Olaf Böttcher organisierte Tischfußball-WM. In selbst bemalten T-Shirts wurden die Qualifikationsspiele angegangen, und am Ende stand Albanien (Luka Köneke und Marvin Kittelmann) als Sieger fest. Den zweiten Platz belegte Feuerland (Sven Kohl und Klaus Stein) vor den Fidschi-Inseln (Andreas Schmidt und Olaf Böttcher). Für die „Helenenrallye“ wurden zehn Gruppen gebildet, die einen großen Spieleparcours bewältigen mussten. An insgesamt 13 Stationen galt es, knifflige Aufgaben zu lösen. Zu den weiteren Höhepunkten des Zeltlagers gehörte die traditionelle Taufe neuer Betreuer. Goran Hunjak und Simone Bolland wurden von den Kindern in den Helenensee befördert und nach alter Sitte getauft. Am Abend wurde gegrillt und am Lagerfeuer Stockbrot gebacken. Alle packten bei den Vorbereitungen mit an, damit die vielen hungrigen Mäuler versorgt werden konnten. Der Tag klang mit Liedern am Lagerfeuer aus. Eine Hüpfburg, ein Tischtennisturnier und ein zu bezwingender Kletterberg sorgten weiter dafür, dass keinem Teilnehmer bei der Freizeit langweilig wurde. Ein Novum in der Geschichte des Pfingst-Camps gab es auch: Erstmalig gewann bei der Zeltkontrolle ein Jungenzelt den ersten Platz. Niklas Busse und Niklas Fiedler siegten ganz knapp vor der Zeltgemeinschaft von Andra Putz und Emelie Janke. „Wie so oft, verging die Zeit viel zu schnell“, bedauert Chefbetreuer Dietmar Wente und lobt die „tolle Zeltgemeinschaft“. Am Pfingstmontag wurde der letzte Abend mit einer Mini-Playback-Show und einer zünftigen Disco beendet. Viel Zeit zum Schlafen war da nicht mehr. Noch vor der Abreise am nächsten Morgen versicherten viele Jungen und Mädchen, unbedingt auch im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen.
So groß war die Gruppe noch nie: 102 Jungen und Mädchen nahmen an dem Camp teil, in den Vorjahren waren es meist nur etwa 80 gewesen.
Foto: pr.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 26.05.2010
„Einwandfrei zugelassen“: Gästeführerin Monika Werner
Nettelrederin lädt ab der kommenden Saison im Rahmen des Calenberger Landsommers zu Rundgängen ein
Nettelrede (st). Seit Anfang des Jahres hat Monika Werner gebüffelt – jetzt hat sich die Anstrengung ausgezahlt. Die Nettelrederin ist offizielle Gästeführerin des Calenberger Landsommers. Auf einer Tour durch die Straßen und die Geschichte ihres Heimatdorfes hat Werner die Landsommer-Chefin Constanze Kanz von ihren Führungsqualitäten überzeugt. „Ich bin jetzt einwandfrei zugelassen“, freut sich die Nettelrederin, die von ihrer Landfrauen-Vorsitzenden Elke Osterkamp angesprochen worden war. „Kennst Du nicht jemanden, der Lust hat, Gästeführerin zu werden?“, habe Osterkamp sie gefragt, erzählt Werner. „Ich habe gleich geantwortet: „Ja, mich.“ 25 Vormittage hat die Nettelrederin für ihr Ziel seit Januar dieses Jahres die Schulbank gedrückt. Zunächst in Hannover, dann in Springe. „Landesgeschichte, Architektur, Sagen und Geschichten aus dem Calenberger Land standen auf dem Stundenplan“, erzählt die frischgebackene Gästeführerin: „Richtig anspruchsvoll.“ Ab der Saison 2011 will Werner jetzt Interessierte mitnehmen auf einen spannenden Rundgang mit dem Titel „Ein Dorf im Wandel der Zeit“. Sie kündigt an: „Höhepunkt ist die frisch renovierte St.-Dionysius-Kirche.“ Teilnehmer erfahren viel Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte des heutigen münderschen Ortsteiles. „Wer will, der kann mich auch schon vorher für eine Führung buchen“, sagt Werner. Auch für den Calenberger Landsommer wird sie bereits vor der kommenden Saison im Einsatz sein – beim Entdeckertag in Springe am 12. September. „Der Landsommer braucht noch dringend Helfer, deshalb werde ich mich da auch noch ein bisschen einarbeiten müssen“, sagt Werner. Im Herbst stehe bereits die erste Fortbildung auf dem Programm: Gästeführerin für Busrundfahrten durch das Calenberger Land. Die Nettelrederin weiß: „Das wird immer mehr nachgefragt beim Landsommer.“
Monika Werner (2.v.l.) führt eine Gruppe Landfrauen und Landsommer-Chefin Constanze Kanz (kleines Bild, l.) durch Nettelrede.
Fotos: st
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 29.04.2010
Einblicke in einzigartiges Naturprojekt
Kostbares Süntelbuchenreservat öffnet am Sonnabend für Besucher / 90 Bäume auf 10000 Quadratmeter
Nettelrede. Es ist ein einzigartiges Naturschutzprojekt – der breiten Öffentlichkeit bisher kaum bekannt: Am kommenden Sonnabend haben interessierte Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, das wertvolle Süntelbuchenreservat oberhalb der Ortschaft Nettelrede/Luttringhausen kennenzulernen. Vor rund 25 Jahren wurde es auf Initiative des Eimbeckhäusers Udo Mierau von der Heimatbund-Ortsgruppe Bad Münder angelegt. Dass das Reservat bislang eher ein Dasein im Verborgenen fristete, war durchaus gewollt. Zu groß war die Angst, die wertvollen Bäume könnten womöglich gestohlen werden. Inzwischen sind die Pflanzen so groß geworden, dass diese Gefahr nicht mehr besteht. So soll das Reservat in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal geöffnet werden. Auf dem etwa 10000 Quadratmeter großen Gelände stehen heute über 90 Buchen mit einem durchschnittlichen Alter von gut 20 Jahren. Einige Exemplare haben bereits über fünf Meter Durchmesser erreicht. Die Bäume zeigen die ganze Bandbreite der typischen Wuchsformen dieser Buchenart. Die meisten bestechen durch ihren typischen glockenförmigen Stamm. Andere wachsen praktisch wie ein einzelner Ast – bizarr und unkontrolliert in die Breite. Allen Buchen ist jedoch ein typisches Erkennungsmerkmal eigen: die zickzackförmigen Äste. Diese Eigenart und der zumeist nur kurze, drehwüchsige Stamm ist diesen Bäumen in der Vergangenheit zum Verhängnis geworden. Denn der damals weltweit einzige größere geschlossene Bestand im Süntel wurde auf Anordnung des Landesherrn im 19. Jahrhundert abgeholzt. Nur wenige Bäume überlebten versteckt im Wald. Die meisten dieser natürlich ausgesamten Einzelbäume sind allerdings heute bereits zusammengebrochen. Um die Süntelbuche nicht aussterben zu lassen und ihr eine neue Heimat zu geben, hat der Heimatbund das Reservat angelegt. Hier sollen sich die Bäume ohne Fremdbestäubung durch herkömmliche Rotbuchen wieder vermehren. Das Süntelbuchenreservat liegt an dem Weg zwischen Nettelrede und der Hofanlage Steinriepen, noch unterhalb des Deisters. Durch die Fläche führt am Sonnabend ein markierter Pfad, von dem aus ein Großteil der Buchen zu sehen sind. Die Fläche ist durch Zaun und Tor umhegt und verschlossen. Da im Reservat auch seltene Vögel am Boden brüten, werden Besucher gebeten, den markierten Weg nicht zu verlassen. Mehrere Vereinsmitglieder stehen Interessierten für Fragen zur Verfügung. Außerdem kann an zwei Bierzeltgarnituren ein mitgebrachtes Picknick verzehrt werden. Das Reservat ist am 1. Mai von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Mehr Infos gibt es bei Friedrich Kunrich oder Michael Meier (05042/52686 oder 3249).
Rar und kostbar: die Süntelbuche. 2008 wurde das Reservat vermessen.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 17.04.2010
Über Pfingsten wieder auf große Fahrt
Nettelreder Ortsjugend will im Rintelner Helenensee baden
Nettelrede (ndz). Die Planungen für das Pfingst-Camp des TSV Nettelrede sind so gut wie abgeschlossen: Von Freitag bis Dienstag, 21. bis 25. Mai, fahren die Jugendlichen Teilnehmer an den Rintelner Helensee. Ab der kommenden Woche verteilen die Organisatoren des Sportvereins die Einladungen, bevor sich die Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 14 Jahren am Sonnabend, 8. Mai, bei Dietmar Wente anmelden können – egal, ob sie einem Verein in Nettelrede oder Lutttringhausen angehören oder nicht. Einzige Beschränkung: Maximal 80 Teilnehmer können mitfahren. Die Anmeldebescheinigungen sind bei Wente, Lilienstraße 3 in Nettelrede (05042/ 4194) erhältlich. Vorrangig sind die Plätze für die Ortsjugend und die Teilnehmer der Fahrt des vergangenen Jahres reserviert. Wenn noch Plätze frei sind, können auch Kinder aus anderen Ortsteilen mitfahren. Wie in jedem Jahr bringen die Pfingstausflügler ihre Unterkünfte selber mit. Da heißt es: Schnell eine Freundin oder einen Freund suchen und eine Zeltgemeinschaft gründen, denn Anmeldungen können nur mit vorher feststehenden Zeltgemeinschaften angenommen werden. Am Mittwoch, 19. Mai, können die Zelte zwischen 14 und 15 Uhr auf dem Festplatz Nettelrede abgegeben werden. Sie werden dann vom Betreuerteam nach Rinteln gebracht und dort aufgebaut. Die Anreise der Kinder erfolgt am Freitag mit den Eltern. Die Kinder können ab 13.30 Uhr ihre aufgebauten Zelte beziehen.
Feier zur diamantene Konfirmation mit Kaffee und Kuchen im alten Klassenzimmer in Nettelrede
Nettelrede (hzs). Norbert Görlich hat einen ganzen Aktenordner voll mit alten Fotos, Namen und Adressen, Briefen und Dokumenten über jene Nettelreder und Luttringhäuser, die in den Jahren 1949 bis 1951 dort konfirmiert wurden und jetzt ihre „diamantene“ Konfirmation feierten. „Wir haben drei Jahrgänge zusammengefasst, weil wir damals auch alle in einer Klasse unterrichtet worden sind.“ In eben diesem Klassenraum im heutigen Nettelreder Pfarrhaus trafen sich jetzt die zwischen 1934 und 1936 Geborenen rund 60 Jahre nach der Konfirmation wieder – nach dem erinnerungsschwangeren Sonntagsgottesdienst und einem gemeinsamen Mittagessen in der Rohmelbadgaststätte. „Es sollte genau dieser Raum sein“, so Görlich, „denn mit dem verbinden wir viele Erinnerungen.“ Gut 40 Einladungen hatte der rührige Katholik, der für seine evangelischen Mitschüler das Treffen organisiert hatte, in alle Welt verschickt. „Die aus Neu-Mexiko und Kanada sind natürlich nicht gekommen, aber viele haben weite Anreisen aus Deutschland auf sich genommen: Leverkusen, Düsseldorf, Freiburg, Telgte.“ Das Gros aber ist der Heimatregion treu geblieben und gedachte im gemeinsamen Gottesdienst der mittlerweile 14 Verstorbenen. Die Resonanz sei gut, 23 Konfirmanden seien gekommen – was nicht zuletzt auf die gute Pflege der Kontakte zurückzuführen sei, so Görlich. Die gemeinsamen Erinnerungen sind noch nicht verblasst: an den damaligen Pastor Hermann Mühle etwa, dessen zwei Söhne im Krieg blieben, und natürlich an die damaligen Lehrer. „Oh, der eine ist im Gesangsunterricht immer mit dem Geigenstock über die Bänke gefegt und hat ,Ihr verfluchten Lausebengel‘ geschrien, weil wir den Mädchen, die vorne saßen, an den langen Zöpfen gezogen haben“, erinnert sich der 1936 geborene Günter Kühn. Natürlich habe es „dann ’was gesetzt“, das sei „damals eben so gewesen“. „Wir waren bis zu 56 Schüler aus drei Jahrgängen in einer Klasse“, fügte ein anderer Konfirmand hinzu. Eine schwere Zeit sicher, vor allem für die zumeist aus Schlesien ins Deister-Süntel-Tal gekommenen Flüchtlinge. Während die einen sich an eine gute Integration erinnern, haben andere die Schwierigkeiten mit der einheimischen Bevölkerung nicht vergessen. „Da hieß es schon mal ,Ihr Polenpack‘ und so ähnlich“, so Kühn, der aus dem ehemaligen Kreis Lauban stammt. „Weißt Du noch...?“ – von dem verblassenden Vorkriegsfoto von Pastor Hermann Mühle, seiner Frau und seinen Söhnen steigen Erinnerungen an eine schwere Zeit auf, die aber trotzdem keiner der „Diamantenen“ missen will.
Die diamantenen Konfirmanden nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Rohmelbadgaststätte. Foto: hzs.
Nach 60 Jahren bei Kaffee und Kuchen im alten Klassenraum: Helmut und Irmgard Wecke und Waltraut Werhahn. Foto: hzs
Die Konfirmatinnen 1951 nach bestandener Prüfung. Foto: hzs
Pastor Hermann Mühle mit den männlichen Konfirmanden 1951. Foto: hzs
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 24.03.2010
The Fast and the Furious: Heiße Reifen beim Car-Rennen
Zwei Nettelreder Jungs organisieren Wettfahrt auf der Obstwiese / Fortsetzung im kommenden Jahr bereits in Planung
Nettelrede (ndz). Leons Hände umklammern das Lenkrad, seine Füße stehen fest auf den Pedalen, der Blick geht fokussiert geradeaus – dann ertönt das Startsignal und der neunjährige Nettelreder strampelt los was das Zeug hält. Auf seinem Kettcar versucht er, so schnell wie möglich die abgesteckte Bahn im münderschen Ortsteil zu umrunden. Wer eine Chance auf den Sieg haben will, muss unter 40 Sekunden bleiben. Am Ende wurde es eine gute Zeit für Leon, den Sieg holte aber jemand anderes. Max flog um die Runde in sagenhaften 36 Sekunden. Und Leon freute sich mit – er und sein Kumpel Oliver (10 Jahre) hatten das Kettcar- und Trettrecker-Rennen in Eigenregie auf die Beine gestellt. Unsicher, ob andere Kinder Interesse haben, wurden die beiden positiv überrascht. 15 Mini-Rennfahrer gingen an den Start, um sich bei der Wettfahrt mit Muskelkraft auf der Obstwiese zu messen. Zugelassen waren Tretfahrzeuge mit vier Rädern und Piloten ab sieben Jahren. In drei Altersklassen gingen die Kontrahenten und Freunde an den Start. Der Schützenverein Nettelrede hatte Pokale für die Champions gestiftet, und jeder Teilnehmer erhielt von Wettkampfrichter Markus Werner eine Urkunde sowie eine kleine Belohnung. Alle Beteiligten hatten viel Spaß bei dem ungewöhnlichen Rennen, sodass die Organisatoren bereits eine weitere Ausgabe im kommenden Jahr planen. Neben Max holten sich in den anderen Altersklassen Oliver Werner (0:39 Minuten), Henri Böttcher (0:57) und Julian Schulze (1:09, Trecker) die schmucken Siegertrophäen ab. Neben Kettcars dürfen auch Tretrecker mit- machen–in einer eigenen Klasse.
Alle Fahrer unterstützen sich gegenseitig und feuern sich an. Rasant steuern die Kettcar-Piloten um die Kurven. Fotos: pr.
Quelle: Hallo Sonntag vom 21.03.2010
Richtig laufen lernen
Freizeitsportler bieten Training an
NETTELREDE (oe). "Fit in den Frühling" lautet das Motto bei den Freizeitläufern in Nettelrede. Ab sofort startet ein Anfängertraining unter fachkundiger Betreuung. Die "Grönjer Loopers" haben sich vor fast zwei Jahren aus einer Sektlaune heraus gegründet. Inzwischen ist daraus eine lockere Gruppe von 20 Sportlern geworden. "Bei den ,Grönjern' stehen der Spaß am Laufen und die Geselligkeit im Vordergrund", so Sprecherin Silvia Schwanebeck. Auch auf größeren Veranstaltungen sind die "Loopers" oft vertreten. So bereiten sich Angelika Warnecke auf ihren ersten Marathon und Monika Hoppe auf ihren ersten Halbmarathon am 2. Mai in Hannover vor. Trainiert wird dienstags um 17 Uhr und sonntags um 10 Uhr. Laufinteressierte sind jederzeit willkommen. Informationen bei Silvia Schwanebeck unter 8 05042/959697 und Jürgen Becker unter S 05042/ 959697.
Fröhlicher Laufreff in Nettelrede: die "Grönjer Loopers". Foto: oe
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 06.03.2010
Landfrauen schmieden filigranen Schmuck
Goldschmiedin Britta Sommer leitet Teilnehmerinnen an
Nettelrede (ndz). Filigrane Kunstwerke aus Landfrauenhand: Mitglieder des Landfrauenvereins Sünteltal trafen sich jetzt in Nettelrede, um sich unter Anleitung von Goldschmiedin Britta Sommer kreativ mit edlen Materialien auseinanderzusetzen. Sie fertigten Anhänger und Ringe – mussten dazu Silber sägen, feilen, löten und polieren. Als besonders kniffelig empfanden die Frauen das exakte Biegen von Silberdraht. Vom Ergebnis waren sie überrascht – weitere Kurse sollen folgen.
Britta Sommer zeigt Heidrun Matthies (l.) das Sägen, während Cornelia Bose bereits selbstständig arbeitet.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 10.02.2010
Auch bei der Nettelreder CDU ein deutliches Nein
Ortsräte-Abschaffung wird von Christdemokraten abgelehnt / Kandidaten für Kommunalwahl gesucht
Nettelrede (oe). Der CDU Ortsverband Nettelrede-Luttringhausen hat sich deutlich gegen eine Abschaffung der Ortsräte ausgesprochen. „Die sind das letzte Glied in der Demokratiekette – und das darf nicht abgeschnitten werden“, so der Vorsitzende Rainer Klockemann. Die ersatzweise Einführung von Ortsvorstehern wurde von einem Mitglied in der Diskussion sogar als „Blockwartmentalität“ bezeichnet. „Dann gäbe es ja nur eine Meinung und nicht jeder Bürger würde sich an den jeweiligen Ortsvorsteher wenden, wenn der nicht sein Vertrauen besäße“, lautete ein weiterer Kommentar. Die Wichtigkeit und das Interesse an der Ortsratsarbeit sei bei der jüngsten Sitzung zu beobachten gewesen, als mehr als 30 Anwohner bei der Diskussion um den geplanten Schweinemastbetrieb dabei waren, betonte Klockemann. Eine weitere Diskussion um das Für und Wider einer solchen Anlage bei Nettelrede wurde während der Jahresversammlung des CDU-Ortsverbandes aber nicht aufgenommen, Klockemann verwies auf das eindeutige Votum des Ortsrates für den Bau des Maststalls. Der Vorsitzende ging während der Versammlung auch auf die Aktionen des vergangenen Jahres ein. Für die Herstellung mehrerer Sitzbänke bedankten sich die Christdemokraten mit einem Präsent bei Edgar Fritsch – eine Geste, die ankam: Er denke inzwischen auch über eine Mitgliedschaft nach, erklärte Fritsch. In diesem Jahr will der Ortsverband wieder Ostereier suchen gehen. Geplant ist eine weitere Baumpflanzaktion, ein Besuch im neuen Hofcafé Volker und eine Weihnachtsfeier. Desweiteren sollten sich alle Mitglieder überlegen, ob sie nicht bei den kommenden Kommunalwahlen als Kandidaten für Orts-, Stadtrat oder den Kreistag kandidieren können. Dafür gäbe es auch einen speziellen Weiterbildungskurs für die Kommunalpolitik.
Rainer Klockemann (l.) bedankt sich bei Edgar Fritsch für sein Engagement für die Sitzbänke in der Feldmark.
Foto: oe
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 25.01.2010
„Ortsrat muss die unterste Demokratiestufe bleiben“
Beim Neujahrsempfang in Nettelrede werden nicht nur Nettigkeiten ausgetauscht / Auch der Maststall ist ein Thema
Nettelrede (gö). Der Neujahrsempfang der Ortschaft Nettelrede-Luttringhausen brachte es an den Tag. Von einer heilen Welt ist derzeit in der Ortschaft nicht viel übrig geblieben. Vereinsverteteter, Einwohner und der Ortsrat mit Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz an der Spitze tauschten nicht nur Nettigkeiten aus. Das Thema „Abschaffung der Ortsräte“, wie es die Stadtverwaltung vorsieht, wurde ebenso heiß diskutiert, wie das Ansinnen des Bakeder Ortsrates, einen kostspieligen Neubau des Kindergartens auf den Weg bringen zu wollen, neben den unterschiedlichen Ansichten zum Bau des Schweinemaststalls von Landwirt Alfred Wente. Für Nettelredes Ortsbürgermeister ist es ein Unding, sich in den Stadtrat wählen zu lassen und dort einzig die Interessen für Bakede auszuschöpfen und dabei Gelder zu binden, die anderenorts fehlen. „Ich sehe das als Aushöhlung der Demokratie, was mein Kollege Rolf Wittich da praktiziert“, wetterte Goeritz. „Bakede hat ein eigenes Profil entwickelt und setzt dies hemdsärmelig durch“, zeigte sich Diakon Bernd Petermann verärgert. „Und das mit den Finanzen der Stadt“, ergänzte Goeritz. „Der Ortsrat ist die unterste Demokratiestufe, und die muss erhalten bleiben. Da sollten wir nach einem Einwohnerschlüssel zu einer Reduzierung der Ortsratsmitglieder kommen“, meinte Rainer Klockemann. Fritz Mittendorf hatte den Bau des Maststalls aufs Tablett gebracht. „Die Klinikbetreiber sollten sich einmal vor Augen führen, dass wir Landwirte und der Realverband es sind, die dafür sorgen, dass der Deisterhang so attraktiv ist. Und deshalb sind sie ja nach Bad Münder gekommen. Wenn wir die Infrastruktur nicht aufrechterhalten, würde am Deisterhang nichts laufen. Und im übrigen, es sind nicht 500 Meter, sondern rund 1300 Meter, dass besagter Stall entfernt ist.“ Bürgermeisterin Silvia Nieber war als Gast zugegen und nahm viele Gedanken mit in den Steinhof nach Bad Münder.
Vereinsvertreter, Einwohner und Ortsratsmitglieder stoßen mit Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz (2. v. r.) auf das neue Jahr an.
Foto: gö
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 21.01.2010
Deutliches Votum für Erhalt der Ortsräte
Nettelrede (jhr). Nettelredes Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz findet sich mit seinem deutlichen Votum zur Auflösung der Ortsräte und Einführung der von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Ortsvorsteher bislang allein auf weiter Flur. Während der jüngsten Ortsratssitzung forderte er seine Ortsratskollegen wie auch die Zuhörer auf, zum Thema Ortsrats-Abschaffung Position zu beziehen. Er selbst hatte in einem Schreiben an die Einwohner Nettelredes und Luttringhausens dafür geworben, dass die Bürger ihre Meinung zum Thema äußern – doch nur drei Antworten erreichten ihn. „Offensichtlich werden die Ausgaben für die Ortsräte von den Bürgern toleriert“, so seine Einschätzung. Deutlich positionierten sich auch die Ortsratsmitglieder: Bis auf den Ortsbürgermeister sprachen sich alle für den Erhalt der Ortsräte aus. Einsparmöglichkeiten sehen sie in der Verkleinerung der größeren Ortsräte und des Stadtrates sowie in der Zusammenlegung von Ausschüssen, grundsätzlich sollten Ortsräte jedoch erhalten bleiben.