An dieser Stelle möchte ich Ihnen ausgesuchte Zeitungsartikel über das Nettelreder Dorfgemeinschaftshaus aus unserer regionalen Presse vorstellen, die sicherlich auch für "Nicht-Grönjer" Informations- und Unterhaltungswert haben.
Jahrgang 2010
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 19.05.2010
Doch kein Strom vom Dach
Verein für Heimatpflege lehnt Vorstoß ab
Nettelrede (jhr). Rüdiger Lohmann hatte es sich bereits ausgemalt: Strom vom Dach – der Sonnenstrahl für die Kasse des Vereins für Heimatpflege in Nettelrede. Doch jetzt machten ihm seine Vereinskollegen einen Strich durch die sorgsam aufgestellte Rechnung: Sie lehnen das Projekt ab. „Eigentlich schade“, zeigt sich der Vereinsvorsitzende Lohmann enttäuscht. Ausführlich hatte er in der Jahresversammlung im Dorfgemeinschaftshaus dargelegt, wie mit einer Fotovoltaikanlage ein Plus für die Vereinskasse erwirtschaftet werden könnte – das dann wiederum dem Dorfgemeinschaftshaus zugute kommen soll. Installiert werden sollte die Anlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses, die ersten Gespräche mit der Stadt seien bereits geführt worden, so Lohmann. Bei einem Vertrag zur Einspeisung in das Stromnetz und der Finanzierung der Anlage hätte das Dorfgemeinschaftshaus jährlich mit 1300 bis 1500 Euro unterstützt werden können, so der Vorsitzende. Die Bewirtschaftung des städtischen Gebäudes hat der Verein im Jahr 2008 übernommen.
Jahrgang 2008
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 04.08.2008
Verein übernimmt die Regie im Dorftreffpunkt
Premiere im Stadtgebiet: Nettelreder Heimatpfleger bewirtschaften ein städtisches Gebäude
Nettelrede (oe). 100 Jahre TSV Nettelrede - dieses stolze Jubiläum trieb trotz Regenschauern und herbstlicher Kühle viele Besucher am Sonnabend zum Festumzug an den Sportplatz. Nach einem Kinderfest und einem Seniorennachmittag wurden die befreundeten Vereine empfangen, sie marschierten wegen des schlechten Wetters in die Sporthalle. Landjugend und "Stoffers Jünger" hatten ihre Festwagen geschmückt, die Fußformationen und Kapellen folgten. Abends wurde in der neuen Halle aufgespielt und zum Tanz gebeten. Deutlich wurde bei der Jubiläumsfeier: Für seine derzeit 382 Mitglieder und darüber hinaus für die interessierte Einwohnerschaft insgesamt hält der Verein ein vielfältiges Angebot im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport vor. Vor 100 Jahren startete der TSV mit einer Fußballsparte. 1947 wurde die Leichtathletik-Abteilung gegründet. Es folgten Gymnastik, Tischtennis und weitere Angebote. Die Leistungen und Erfolge im Fußball, Tischtennis, Badminton und Frauen-Gymnastik können sich sehen lassen. Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz bescheinigte dem Verein ein engagiertes Eintreten - für die Dorfgemeinschaft als auch insgesamt auf dem Sportsektor. Vorsitzender Heiko Wente: "Ich bin stolz darauf, mit meinem engagierten Vorstandsteam jene große Arbeit fortsetzten zu können, die die Vorsitzenden Walter Tschirch und danach Walter Busse für den TSV Nettelrede an den Tag gelegt haben. Die Sporthalle, der Funktionstrakt und die Gymnastikhalle sind Errungenschaften, mit denen wir in die Zukunft des Vereins investiert haben", betonte Wente.
Gute Laune bei der Unterzeichnung: Rüdiger Lohmann und Silvia Nieber besiegeln den Vertrag für zunächst fünf Jahre. Foto: ric
Radiobeitag vom 01.08.2008 bei Radio Aktiv
Das Dorfgemeinschaftshaus im Münderaner Ortsteil Nettelrede-Luttringhausen ist frisch renoviert worden. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung der Stadt ist es außerdem jetzt an einen Nettelreder Verein übertragen worden. Was es damit auf sich hat, weiß Christoph Huppert, der bei der Vertragsunterzeichnung dabei war…
Christoph Huppert: Freier Journalist, u.a. auch für unseren regionalen Hörfunksender Radio aktiv e.V. (www.radio-aktiv.de) in Hameln tätig.
Ortsrat votiert für Abgabe des Dorfgemeinschaftshauses
Verein für Heimatpflege will übernehmen
Nettelrede (rho). Die Zukunft des Dorfgemeinschaftshauses war Thema der jüngsten Ortsratssitzung in Nettelrede. Bereits im Vorfeld hatte der Verein für Heimatpflege und Ortsentwicklung Nettelrede-Luttringhausen signalisiert, das Angebot der Stadt zur Übernahme des Hauses annehmen zu wollen. Die Stadt will mit der Abgabe des Gebäudes, das von nahezu allen Vereinen des Ortes genutzt wird, zur Entlastung des städtischen Haushalts beitragen. Die Abstimmung im Ortsrat fiel eindeutig aus - die Mitglieder votierten für eine Annahme des Angebotes. Aufgehoben werden soll auch die bisherige Benutzungsordnung. "Wir brauchen dringend eine neue Ordnung", erklärte Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz.
Zum Feuerwehrgerätehaus in Luttringhausen teilte der Ortsbürgermeister mit, dass die Sanierungsarbeiten der Feuchtigkeitsschäden in den nächsten Wochen in Angriff genommen werden sollen.
Der Ortsrat Nettelrede-Luttringhausen stimmte jetzt der Abgabe des Gebäudes zu. Foto: rho
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 12.06.2008
Verein übernimmt das Dorfgemeinschaftshaus
Heimatpfleger stimmen über Vertragsangebot ab / "Wir kriegen das günstiger hin als die Stadt"
Nettelrede (ric). Es war eine längere, aber konstruktive Diskussion und am Ende waren sich (fast) alle einig: Bei nur einer Gegenstimme hat der Verein für Heimatpflege und Ortsentwicklung Nettelrede-Luttringhausen auf seiner Jahresversammlung am Dienstagabend das Angebot der Stadt Bad Münder zur Übernahme des Dorfgemeinschaftshaus akzeptiert. Die Stadt will mit der Abgabe des Gebäudes ihren maroden Haushalt entlasten.
Dem Verein will sie künftig 4000 Euro als Betriebskostenbeteiligung überweisen - bislang hat die Kommune im Jahr rund 6000 Euro für Strom, Gas und Reinigung berappen müssen. "Wir kriegen das günstiger hin", hofft der Vorsitzende Rüdiger Lohmann. Allerdings müssen die Mitglieder auch selber zum Besen greifen, um keine professionelle Putzkraft zu beschäftigen. Das Dorfgemeinschaftshaus wird praktisch von allen örtlichen Gruppierungen genutzt - und sie alle sollen zumindest einen ehrenamtlichen Teil dazu leisten, wenn sie schon nicht für die Nutzung bezahlen müssen: "Alle sollten sich an unserem jährlichen Fest beteiligen", wünscht sich Lohmann. Heißt: Mit dem Erlös aus der Veranstaltung soll die Finanzierung zusätzlich abgesichert werden.
Zwar habe es der Verein schon geschafft, die Energiekosten deutlich zu senken - von 25 000 auf 15 000 Kilowattstunden Strom im Jahr - dennoch wird bei der Preisentwicklung kaum ein Gewinn aus der Sparsamkeit zu ziehen sein. "Mit dem Zuschuss, der Eigenleistung und dem Festerlös werden wir mit plus/minus Null herausgehen", haben der Vereinschef und seine Mitstreiter kalkuliert.
Die Jahresversammlung war von ihrem ursprünglichen Termin verschoben worden, weil noch mehrere Vertragsmodalitäten zu klären gewesen sind. Der Startschuss für die Übernahme der Betriebsführung ist noch nicht festgelegt. Der Vertragsentwurf wird den politischen Gremien zur Abstimmung vorgelegt.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 23.04.2008
Ortsrat mahnt zur Vorsicht beim Dorfgemeinschaftshaus
Diskussion um Betriebskosten / Vertrag soll fünf Jahre laufen
Nettelrede (rho). Die Stadt will wie berichtet ihr Dorfgemeinschaftshaus in Nettelrede abgeben - wohl möglich an den Verein für Heimatpflege. Im Ortsrat flammte eine Diskussion zu diesem Thema auf.
Heiko Wente bereitet die Situation Bauchschmerzen, wenn er an den jährlichen Zuschuss der Stadt in Höhe von nur 4000 Euro denkt: "Was ist, wenn dieses Geld aufgebraucht ist?" Was alle Ortsratsmitglieder wissen: Bislang haben die Betriebskosten deutlich höher, nämlich mit jährlich 6000 Euro zu Buche geschlagen. "Man sollte ganz vorsichtig sein", mahnte Wente an. Zurzeit wird das von der Stadt vorgelegte Vertragswerk vom Verein geprüft, die Nutzungsrechte sollten auf Anraten der Sitzungsmitglieder schriftlich festgehalten werden. Angedacht ist eine "Probelaufzeit" von fünf Jahren. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Energie sollte laut Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz Bestandteil des Vertrags sein.
Beim Thema Sparen sieht sich der Ortsrats noch immer als einsamer Vorreiter im Stadtgebiet: Das Gremium verzichtet auch in Zukunft auf einen städtischen Mitarbeiter, der die Sitzungsprotokolle anfertigt. Was Goeritz und seine Mitstreiter jedoch noch immer schade finden: Ihr Wunsch, einen Teil der eingesparten Mittel für Zwecke in der Ortschaft zur Verfügung gestellt zu bekommen, hat sich bislang nicht erfüllt. Jobst Saake plädiert dafür, erneut einen Antrag an den Finanzausschuss zu stellen. Der Ortsrat will damit jedoch erst einmal abwarten und nicht erneut abgewiesen werden. Geklärt werden soll allerdings, ob das Verfahren des Pilotprojektes Ortsratsbetreuung überhaupt rechtens ist, da kein einstimmiger Beschluss des Gremiums vorliegt.
Um Geld ging es auch beim Verkauf eines städtischen Grundstücks in Nettelrede: Neuer Eigentümer des 1300 Quadratmeter großen Grünlands soll der langjährige Pächter Rainer Klockemann werden, der Ortsrat hat dazu keine Bedenken geäußert und sich einstimmig für den Verkauf im Sinne der Haushaltssanierung ausgesprochen.
Der Ortsrat in einsamer Vorreiterrolle - das Gremium spart weiterhin in einem Modellversuch den Betreuer der Stadt ein. Foto: rho
Quelle: Neue Deister Zeitung vom13.03.2008
Dorfgemeinschaftshaus bald unter neuer Regie?
Stadt will an Verein für Heimatpflege abgeben
Nettelrede (mf). Der Verein für Heimatpflege hat sich grundsätzlich bereit erklärt, die Bewirtschaftung des Dorfgemeinschaftshauses von der Stadt zu übernehmen. Bislang scheitert ein Vertrag aber noch an haftungsrechtlichen Problemen.
"Die Vorstandsmitglieder haben Angst, dass sie im Schadensfall mit ihrem Privatvermögen haften müssen, wenn die Deckungssumme der Versicherung nicht ausreicht", macht Vorsitzender Rüdiger Lohmann deutlich. Könne dies verbindlich ausgeschlossen werden, werde der Verein die Regie im Dorfgemeinschaftshaus übernehmen. Geplant sei zunächst eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren,
Voraussetzung sei ein entsprechender Beschluss der Mitglieder. "Wir warten täglich auf Nachricht von der Versicherung, haben deshalb die Jahreshauptversammlung aufgeschoben" so Lohmann.
Die Stadt will mit der Abgabe des Dorfgemeinschaftshauses ihren Haushalt entlasten. Dem Verein für Heimatpflege will sie künftig 4000 Euro als Betriebskostenbeteiligung überweisen. Derzeit zahlt die Kommune für Strom, Gas und Reinigung jährlich rund 6000 Euro. "Wir glauben, dass wir mit weniger Geld auskommen, indem wir die Reinigung kostengünstiger organisieren", sagt Lohmann. In keinem Fall wolle man die Nettelreder Vereine zur Kasse bitten.
Die Heimatpfleger hatten sich bereits in der Vergangenheit finanziell engagiert. So wurden die Dachssanierung und zuletzt der Innenausbau mit Beträgen in fünfstelliger Höhe bezuschusst.
Jahrgang 2007
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 02.05.2007
Trotz Bau-Verzögerung zufriedene Gesichter
Dorfgemeinschaftshaus in Nettelrede ist renoviert / Ortsrat feiert mit freiwilligen Helfern
Nettelrede (oe). Zufriedene Gesichter zur ersten Feier im frisch sanierten Dorfgemeinschaftshaus in Nettelrede. Das Haus strahlt in neuem Glanz, die aufwändigen Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen. Um dieses Ereignis zu würdigen, lud der Ortsrat alle Beteiligten, darunter viele freiwillige Helfer, zu einer Feier ins Dorfgemeinschaftshaus ein. Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz stellte den Gästen in einer Dia-Rückschau über die vergangenen Monate den Fortgang der Arbeiten vor. Nach der Dachrenovierung vor zwei Jahren sind seit Januar die Innenräume mit Deckenverkleidung, Fußbodenbelag, behindertengerechten Toiletten und neuer Elektrik ausgestattet worden. Bereits deutlich vor Beginn der Arbeiten hatten Bürgermeisterin Silvia Nieber und
Axel Goeritz einen Antrag bei der Martin-Schmidt-Sozialstiftung gestellt, die 23500 Euro für die Renovierung bewilligte. "Das haben wir natürlich mit großer Freude und Dankbarkeit entgegen genommen", meinte Goeritz. Vom Ortsrat wurden Norbert Wehrhahn, Rüdiger Lohmann und der Ortsbürgermeister selbst mit der Planung und Aufsicht beauftragt. Nach den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr stieg das Trio unverzüglich in die Planungsphase ein. Die Stadtverwaltung startete die Ausschreibungen und stand den örtlichen Planern zur Seite, dann konnte es Ende Januar endlich losgehen: Das Dorfgemeinschaftshaus wurde ausgeräumt, der alte Bodenbelag herausgenommen und die Stühle und Tische in der Scheune von Alfred Wente zwischengelagert. "Es waren manchmal bis zu 15 freiwillige Helfer da, bei denen wir uns herzlich bedanken", so Goeritz. Die Entsorgung des schon brüchigen Estrichs unter dem alten Belag übernahm Friedrich Niemeier mit seinem Trecker kostenlos. Durch den notwendigen neuen Estrich stiegen die Kosten unerwartet an. Da er rund vier Wochen zum Trocknen brauchte, geriet auch der ursprünglich schon eng gesteckte Zeitplan in Verzug. "Bis Ende Februar muss alles über die Bühne sein", hatte Goeritz noch beim Beginn der Arbeiten im Januar festgelegt. Mit der Renovierung und behindertengerechten Ausgestaltung des Eingangsbereiches und der Toiletten erfüllten die Bauherren einen lange gehegten Wunsch im Ort, auch neue Türen und Fenster wurden eingebaut. Spachtelarbeiten und Anstrich übernahm der Bauhof. Zum Schluss verlegte Norbert Wehrhahn die Lautsprecherkabel und die Firma Schrader den neuen Fußbodenbelag. Zu den Mitteln der Martin-Schmidt-Stiftung kamen rund 5000 Euro vom alten Ortsrat, 7000 Euro vom Heimatverein und etwa 2000 Euro vom neuen Ortsrat. Für die Martin-Schmidt-Sozialstiftung erläuterte der ehemalige mündersche Stadtdirektor Manfred Diesner in einem Rückblick die Geschichte aus seiner Sicht und lobte die Nettelreder für ihr großes Engagement in dieser Sache.
Für Rat und Verwaltung überreichte der stellvertretende Bürgermeister Hans-Ulrich Siegmund ein Stadtwappen "als ersten Wandschmuck", weil diese noch "sehr kahl" aussehen.
Foto (oe) Hans-Ulrich Siegmund (l.) überreichte Axel Goeritz das Stadtwappen als Wandschmuck
Quelle: Hallo Sonntag vom 22.04.2007
Unser neues Schmuckstück
Dorfgemeinschaftshaus Nettelrede mit Hilfe der Martin-Schmidt-Stiftung renoviert
NETTELREDE (oe). Das ehemalige Freizeitheim in Nettelrede heißt jetzt Dorfgemeinschaftshaus und erstrahlt in einem völlig neuen Glanz. Nach der Dachrenovierung vor zwei Jahren sind in den letzten Monaten die Innenräume mit Deckenverkleidung, Fußbodenbelag, behindertengerechten WC' s und neuer Elektrik ausgestattet worden. 1999 wurde bereits ein Förderverein mit dem Vorsitzenden Klaus Meyerhoff gegründet. Es erfolgte später eine Umbenennung in den "Verein für Heimatpflege", um die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Vorsitzender wurde nun Ortsbürgermeister Dr. Axel Goeritz. Durch den Ortsrat wurde 2004 ein Außenanstrich finanziert. Danach erfolgte ein Zweistufenplan der SPD-Ortsratsfraktion. Das Dach wurde erneuert, indem der Verein für Heimatpflege das Material stiftete und die Stadt Bad Münder Arbeitskräfte zur Verfügung stellte. Im zweiten Schritt sollten die Innenräume durch Spenden finanziert werden. Bürgermeisterin Silvia Nieber und Axel Göritz stellten einen Antrag bei der Martin-Schmidt-Stiftung, die einen Betrag von 23 500 Euro bewilligte. "Das haben wir natürlich mit großer Freude und Dankbarkeit entgegen genommen", so Goeritz. Vom Dorf wurden Norbert Wehrhahn, Rüdiger Lohmann und Axel Goeritz mit der Planung und Aufsicht beauftragt. Nach den Kommunalwahlen stieg das Trio in die Planungsarbeiten ein. Das Dorfgemeinschaftshaus wurde ausgeräumt, der Bodenbelag herausgenommen und die Stühle und Tische in der Scheune von Alfred Wente zwischengelagert. Die Entsorgung des schon brüchigen Estrichs unter dem alten Belag übernahm Friedrich Niemeier mit seinem Trecker kostenlos. Danach konnten die Heizkörper neu gestrichen werden. Dahinter wurde eine neue Wärmedämmung angebracht. Der Eingang und die Toiletten 5000 Euro vom alten Ortsrat, 7000 Euro vom Heimatverein und etwa 2000 Euro vom neuen Ortsrat. "Dafür wird unser neues Schmuckstück aber auch von fast allen Vereinen und vielen Privatpersonen genutzt", so die Initiatoren. Bald findet für alle Helfer eine kleine Einweihungsfeier statt, "das haben wir uns redlich verdient", meint Goeritz.
Thorsten Schrader (v.l.), Axel Goeritz und Norbert Wehrhahn verlegen die letzte Rolle des neuen Bodenbelags im renovierten Dorfgemeinschaftshaus in Nettelrede. Foto (oe)
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 31.01.2007
Enger Zeitplan für die Sanierung
Nettelrede (jhr). Der Zeitplan ist eng: "Bis Ende Februar muss alles über die Bühne sein", sagt Dr. Axel Goeritz, Ortsbürgermeister von Nettelrede-Luttringhausen. Mit vereinten Kräften rissen Mitglieder des Ortsrates jetzt unterstützt von Helfern den Fußboden des Dorfgemeinschaftshauses heraus,
andere stapelten Stühle und Tische auf Anhänger und brachen Türlaibungen heraus - Großeinsatz für die Renovierung des Hauses, das künftig ansprechend und modern gestaltet der Nettelreder Dorfgemeinschaft für Veranstaltungen und Treffen zur Verfügung stehen soll. "Wir haben keine Kneipe und kein Gasthaus, wo die Menschen sich treffen können - da kommt dem Dorfgemeinschaftshaus eine ganz besondere Bedeutung zu", erläutert Goeritz. Finanziert wird die Sanierung, die auch einen behindertengerechten Zugang vorsieht, mit 22 000 Euro aus Mitteln der Martin-Schmidt-Sozialstiftung.
Platz für einen neuen Fußboden: Dr.Axel Goeritz (li.) und Sönke Wehrhahn reißen den alten Belag heraus. Foto (jhr)
Jahrgang 2006
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 04.05.2006
Jubel im Freizeitheim - Spende von 23 500 Euro erhalten
Schmidt-Stiftung fördert Renovierung des Nettelreder Freizeitheimes /
Erntedankfest der Heimatpfleger
am 1. Oktober
Nettelrede (oe). Mit einer erfreulichen Überraschung konnte Bürgermeisterin Silvia Nieber beim Verein für Heimatpflege und Ortsentwicklung Nettelrede/Luttringhausen aufwarten: Auf der Jahresversammlung verlas sie die Mitteilung der Martin-Schmidt-Stiftung über die bewilligte Förderung der fälligen Renovierungsmaßnahmen des Freizeitheimes: Insgesamt 23 500 Euro werden gespendet. Die Materialkosten für eine neue Heizungsanlage in Höhe von 19 500 Euro und 4000 Euro für einen behindertengerechten Zugang wurden zugesagt. "Wir haben schon gar nicht mehr so richtig daran geglaubt, dass die Maßnahme realisiert werden kann", räumt der Vorsitzende der Heimatfreunde, Rüdiger Lohmann, ein. Von der Stadt als Eigentümerin des Freizeitheimes waren keine finanziellen Mittel zu erwarten gewesen. Nieber sagte aber zu, dass der Bauhof wieder bei den Arbeiten helfen könne - das entspreche einem Gegenwert von rund 8200 Euro. Der Vereinsvorstand versicherte, dass auch die 72 Mitglieder und die acht beteiligten örtlichen Vereine wieder kräftig mitarbeiten werden, sowie es bereits bei der Renovierung des Daches und beim Außenanstrich der Fall war. Unter großem Beifall bedankte man sich bei der Bürgermeisterin, die sich selbst mit dem Antrag an die Martin-Schmidt-Stiftung gewandt hatte. Ausschlaggebend für die Bewilligung waren folgende Voraussetzungen: Das Freizeitheim ist das kulturelle Zentrum aller Vereine und Bevölkerungsgruppen in Nettelrede und Luttringhausen. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen der Orte bietet das Gebäude regelmäßige Treffpunkte. Als weiteres wichtiges Thema wurde das Erntedankfest als Haupteinnahmequelle des Vereins angesprochen. Im vergangenen Jahr wurde wieder auf dem Hof Volker gefeiert, dafür galt den Hausherren ein besonderer Dank. Ebenso trugen die zahlreichen Helfer beim Auf- und Abbau, die Feuerwehr am Würstchenstand und die Sportler vom TSV, die zum ersten Mal Fassbier ausschenkten, zum Gelingen des Festes bei, wie Lohmann ausdrücklich betonte. Auch in diesem Jahr wird es am ersten Sonntag im Oktober, diesmal ist es der 1. Oktober, wieder ein Erntedankfest geben. Die Arbeitsgruppe wird dafür am 23. Mai zum ersten Mal zusammentreffen.
Der Vorstand des Vereins für Heimatpflege und Ortsentwicklung (v.l.): Alfred Wente, Karl-Fred Ensslen, Rüdiger Lohmann, Hugo Klein und Peter Schmalkuche freuen sich mit Dietmar Nossing.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 06.03.2006
Siedler zahlen keinen Cent für Freizeitheim
Gerd Hupe kritisiert geplante Privatisierung / Nieber: Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen
Nettelrede (hm). Die Siedlergemeinschaft Nettelrede, die vorüber 40 Jahren gegründet wurde, zeichnet sich durch ein eher harmonisches Vereinsleben aus. Das bestätigte auch ihr Vorsitzender Gerd Hupe in seinem Jahresrückblick. Als er in seinem Bericht aber auf die Privatisierung des Freizeitheims in Nettelrede (ab 2007) zu sprechen kam, schien ein Funke des Protests aufzuflackern. "Hier teile ich die Meinung der Stadt und unseres Ortsbürgermeisters nicht. Solange die Stadt auch nur einen Cent für die Pacht zum Golfplatz beisteuert, solange bin ich nicht bereit, auch nur einen Cent für die Nutzung des Freizeitheimes zu zahlen", stellte Hupe unmissverständlich klar. Für seine Worte erhielt er lautstarke Beifallsbekundungen der rund 70 Anwesenden. Seinen Ausführungen zufolge ist die Mehrbelastung für den Verein aufgrund der immer schlechter werdenden wirtschaftlichen Situation und steigenden Kosten, insbesondere auf dem Energiesektor, nicht tragbar: "Mehr und mehr müssen wir die Aktivitäten unserer Siedlergemeinschaft der finanziellen Situation unserer Mitglieder anpassen und ehrenamtliche Arbeit durch den Verband muss gefördert werden", ergänzte er. Bürgermeisterin Silvia Nieber warb um eine Versachlichung des Themas "Privatisierung des Freizeitheimes": "Es gibt Dinge, die kann ich nicht beeinflussen. Die Belastung mit der Golfpacht, die uns bis zum Jahr 2089 bindet, habe ich von meinen Vorgängern übernommen. Zudem ist das Gewerbesteueraufkommen in den letzten Jahren um rund 4 Millionen Euro weggebrochen. Da achtet die kommunale Finanzaufsicht darauf, dass bei einem verschuldeten Haushalt jeder Euro, der die Einnahmenseite verbessert, erwirtschaftet wird. Aus diesem Grund müssen wir bei 67 Projekten - dazu gehört auch ihr Heim - überprüfen, ob unsere Kosten gesenkt werden können. Derzeitig ist es eine Überprüfung, eine letztendliche Entscheidung fehlt aber noch." Da keine Wahlen auf der Tagesordnung standen, konnten die weiteren Regularien zügig abgearbeitet werden. Weitere Schwerpunkte in den Planungen für das laufende Jahr bilden eine große Fahrt, Turniere der Bosselmannschaft und die Sommerfeste in den "Seyerwiesen". Der stellvertretende Landesvorsitzende des Siedlerbundes Niedersachsen, Günther Sieker, überreichte Christel und Manfred Salge die goldene Ehrennadel. Heidi Kisser und Siegfried Ohnesorge wurden für ihre 20-jährige Vorstandsarbeit mit einer Urkunde geehrt.
Günther Sieker überreichte Manfred und Christel Salge unter den Augen des Vereinsvorsitzenden Gerd Hupe die Ehrennadel
(v. r.).
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 16.02.2006
Es wird sich keiner um eine Übernahme drängen
Privatisierung der Dorfgemeinschaftshäuser: In Nettelrede mag man auf das Freizeitheim nicht verzichten
Nettelrede (mf). Wie kaum anders zu erwarten, stoßen die Überlegungen der Stadt hinsichtlich einer Privatisierung der Dorfgemeinschaftshäuser auf Skepsis bei den Betroffenen. "Bei uns wird sich keiner darum drängen, das Freizeitheim zu übernehmen", ist sich Nettelredes Ortsratsmitglied Norbert Wehrhahn sicher. "Wir werden aber eine Lösung finden müssen, wenn es soweit ist", ergänzt Ortsbürgermeister Axel Goeritz. "Denn eine Schließung unseres Dorfgemeinschaftshauses wäre nicht hinnehmbar. Es ist der einzige wirkliche Treffpunkt, den es hier noch gibt", betont Goeritz. In Nettelrede komme für eine Übernahme am ehesten noch der Verein für Heimatpflege in Betracht. Ihm gehören schon jetzt Vertreter fast aller Gemeinschaften und Gruppen im Dorf an. Für Goeritz sind das derzeit aber nicht mehr als Gedankenspiele. "Konkret beraten können wir erst, wenn uns die Stadt mit weiteren Informationen versorgt. Dann werden wir alle Vereine zusammenrufen und gemeinschaftlich nach einer Lösung suchen." Grundsätzlich habe er aber Verständnis für die Absicht der Stadt, den Nutzern zumindest künftig die Energiekosten aufzubürden. Angesichts der steigenden Preise könne man "ein berechtigtes Interesse" nicht bestreiten, findet Goeritz.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 15.02.2006
Stadt will Dorfgemeinschaftshäuser privatisieren
Nach dem Verursacherprinzip: Nutzer sollen an Energiekosten beteiligt werden / Regelung ab 2007?
Bad Münder (mf). Die Nutzer der Dorfgemeinschaftshäuser und -räume müssen voraussichtlich ab kommendem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die Stadt will sie an den Betriebskosten beteiligen. Mittelfristig ist sogar eine Privatisierung der Einrichtungen geplant. Nachdem die Verwaltung in den vergangenen Monaten eine Bestandsaufnahme gemacht hat, sollen die dabei ermittelten Kosten spätestens bis zum Sommer dieses Jahres den jeweiligen Nutzern zugeordnet werden, sagte der für das Immobilienmanagement zuständige Planungsamtsleiter Karl-Heinz Knigge. Zumindest überschlägig solle bestimmt werden, wer wie viel Kosten in den Dorfgemeinschaftsdomizilen verursacht. Dabei geht es der Stadt in erster Linie um die Ausgaben für Strom und Gas. Die Überlegung, die Energiekosten umzulegen, ist nicht neu. So fand sich bereits im Jahr 2003 im Haushaltskonsolidierungskonzept eine Passage, in der eine "Kostenminimierung" bei den Dorfgemeinschaftshäusern als Ziel ausgegeben wird. "Die Verwaltung ist jetzt dabei, dies umzusetzen", erläutert Knigge. Er gehe davon aus, dass die Nutzer dafür Verständnis aufbringen. "Schließlich weiß auch jeder Privatmann aus leidvoller Erfahrung, wie explosionsartig die Energiepreise gestiegen sind. Die Stadt allein kann das nicht mehr leisten." Gleichwohl, so räumt Knigge ein, gebe es natürlich auch beiden Vereinen Grenzen der Belastbarkeit. "Wir wissen, dass auch dort das Geld immer knapper wird." Die Kostenbeteiligung soll nur eineÜbergangslösung sein. Über kurz oder lang will sich die Stadt ganz von den Dorfgemeinschaftshäusern - zumindest in Nettelrede und Hachmühlen - trennen. Modell für eine Übertragung könnte der Fall der Turnhalle in Hamelspringe sein, die die Stadt gerne an den TSV abgeben möchte. Derzeit gibt es zwischen beiden Seiten bereits einen Betriebsführungsvertrag, der aus Sicht der Stadt eine Vorstufe zur Privatisierung darstellt ( Seite 16). Im Sommer läuft der Vertrag aus. "Wir führen schon Verhandlungen mit dem Sportverein, um eine Nachfolgeregelung zu finden", so Knigge. "Uns wäre es am liebsten, die Verantwortung ganz abzugeben."
Privatisierung angestrebt: Die Stadt möchte sich von ihren Dorfgemein-
schaftshäusern - hier das in Nettelrede - trennen. Foto: ow