Pressespiegel der Sankt-Dionysius-Kirche Nettelrede
Pressespiegel der Nettelreder Kirche
An dieser Stelle möchte ich Ihnen ausgesuchte Zeitungsartikel über die Nettelreder Sankt-Dionysius-Kirche aus unserer regionalen Presse vorstellen, die sicherlich auch für "Nicht-Grönjer" Informations- und Unterhaltungswert haben.
Jahrgang 2011
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 14.10.2011
Sichtbare Holzstruktur statt weißer Tünche
Altar der St. Dionysius-Kirche restauriert
Nettelrede (jhr). Thomas Kräckel-Hansum, Diplom-Restaurator aus Hildesheim, hat ganze Arbeit geleistet: Im August hat er angefangen, den Altar der Sankt-Dionysius-Kirche in Nettelrede zu restaurieren, jetzt hat er die Arbeiten abgeschlossen. Im Gottesdienst am 23. Oktober kann die Gemeinde erstmals einen Blick auf das neue alte Schmuckstück in der Blickachse der Kirche werden. Zur Restauration hatte Kräckel-Hansum den Altar in die Werkstatt der Tischlerei Wehrhahn bringen lassen. Seniorchef Wilfried Wehrhahn, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, zeigte sich wie auch Diakon Bernd Petermann sehr angetan von der Arbeit des Restaurators. Bereits während der Kirchensanierung im Jahr 2008 hatten Experten über Freilegungsfenster im Altar festzustellen versucht, ob sich unter der weiß-grauen Farbe von 1964 noch Reste der ursprünglichen Bemalung finden. Kräckel-Hansum legte sie jetzt frei und restaurierte ihn so, wie ihn Baumeister Conrad Wilhelm Hase im Jahr 1864 für die Kirche vorgesehen hatte. Als Vorlage dienten auch alte Skizzen. Finanziert wurde die Restaurierung durch Spenden der Gemeinde und Mittel des Amtes für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche.
(Foto: jhr)
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 23.08.2011
Kaffeehausmusik, Kuchen, Konfitheater und Kinderkirche
Buntes Gemeindefest rund um die St.-Dionysisukirche
Nettelrede (mow). Diakon Bernd Petermann aus Nettelrede scheint einen guten Draht nach oben zu haben. Trotz drohender dunkler Wolken ist das Gemeindefest in Nettelrede nicht ins Wasser gefallen – ganz im Gegenteil: vom Himmel lachte schließlich die Sonne. Los ging das Fest mit einem Gottesdienst unter dem Motto „Jeder Mensch braucht einen Engel“. Im Anschluss verhieß ein Blick gen Himmel noch nichts Gutes – nachdem der Kirchenvorstandschor das von Diakon Bernd Petermann selbst gedichtete Eröffnungslied gesungen und Jochen Bogorinski seine Bratkartoffelpfannen gefüllt hatte, begann es auf einmal sogar zu tröpfeln. Doch die Besucher ließen sich von dem leichten Schauer nicht abschrecken und wurden dann mit einem strahlend schönen Sommernachmittag belohnt. Zur guten Laune trug sicher auch das umfangreiche Nachmittagsprogramm bei. Zu Kaffee und Kuchen gab es Kaffeehausmusik mit Schlagern aus den 30er Jahren, vorgetragen von zwei Gemeindemitgliedern auf Akkordeon und Saxofon. Später führten die Konfirmanden in der Kirche ein lustiges Theaterstück mit dramatischem Finale vor. Das Unterhaltungsprogramm wurde abgerundet durch den Auftritt des Musikzuges der Feuerwehr Nettelrede. Besonderes hatte das Kirchenvorstandsteam für die Kinder vorgesehen. So gab es Spiele, einen Maltisch, am Nachmittag „Tom und Jerry“ in der Winterkirche. Abschließend konnten die Kleinen heliumgefüllte Luftballons steigen lassen oder mit ihnen lustige Stimmexperimente machen.
Der Kirchenvorstandschor singt zur Eröffnung ein von Diakon Bernd Petermann (l.) gedichtetes Lied.
Jochen Bogorinski (l.) verteilt Bratkartoffeln mit Leberkäse an die hungrigen Gäste des Gemeindefestes an der St.-Dionysiuskirche. (Fotos: mow)
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 12.08.2011
Runter mit der Farbe – der Altaraufsatz wird restauriert
Vorerst letzter Arbeitsschritt der Sanierung der Dionysius-Kirche
Nettelrede (jhr). Von außen schmuck, von innen wieder hell, freundlich und vor allem trocken präsentiert sich die Sankt-Dionysius-Kirche in Nettelrede. Jetzt wird die letzte größere Arbeit in Angriff genommen: Der Altaraufsatz wird restauriert. 2007 hatte ein Holz-Sachverständiger seinen Schraubenzieher ohne Mühe bis zum Heft in die vormals soliden Eichenbalken der 1863/64 von Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbaute Dionysius-Kirche rammen können – deutlicher konnte ein Signal nicht ausfallen, dass die Kirche dringend saniert werden musste. 2009 zog die Gemeinde feierlich ins sanierte Gotteshaus ein. Bei aller Freude über die Renovierung blieb bislang ein Punkt auf der Wunschliste offen: die Altarsanierung. „Das Landeskirchenamt und das Amt für Bau- und Kunstpflege haben einem Restaurationsgutachten zugestimmt“, berichtet Diakon Bernd Petermann. Gemeinsam mit Restaurator Thomas Kräckel-Hansum haben Kirchenvorstandsvorsitzender Wilfried Wehrhahn sowie Björn Wente und Marco Wenzel von der Firma Wehrhahn jetzt den Altaraufsatz abgebaut und in den – unentgeltlich zur Verfügung gestellten – Werkstattraum der Firma Wehrhahn gebracht. „Dort entfernt der Restaurator nun einen vor rund 50 Jahren aufgebrachten Farbanstrich – und legt die ursprüngliche Holzsicht des Altaraufsatzes frei“, erklärt Petermann und freut sich auf den Herbst: Dann soll der Altar „in neuem und altem Glanz“ wieder Mittelpunkt und Blickachse der Kirche sein.
Wilfried Wehrhahn und Thomas Kräckel-Hansum lösen mit Helfern die Befestigung des Altar-Aufsatzes.
Jahrgang 2010
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 17.05.2010
Agrarsubventionen für die Kirchensanierung
EU-Beihilfen landen auch in Nettelrede / Wichtige Zahlungen für die Landwirtschaft
Bad Münder (jhr). 1,22 Milliarden Euro zahlt die Europäische Union jährlich an Agrarsubventionen in Richtung Niedersachsen. Alles nur für Landwirtschaftsmultis und große Bauernhöfe? Mitnichten, selbst kleine Leute dürfen am großen EU-Kuchen knabbern. Darunter auch einige Münderaner, die jeweils kleinere Beträge an EU-Beihilfen für die Landwirtschaft kassieren. Seit 2009 stehen alle Empfänger von EU-Agrarsubventionen im Internet (www.agrar-fischerei-zahlungen.de). Darunter 80 Münderaner, die aus dem Hilfsfonds erhielten. Die meisten sind Landwirte und Agrarbetriebe. Aber zu den Empfängern gehören auch Privatpersonen, die für ihre bewirtschaftete Wiese fürs Reitpferd, den Acker mit ein paar Rüben und die kleine Schafskoppel ein paar hundert Euro erhalten. Viele heimische Landwirte hingegen bestreiten inzwischen ihre Einnahmen zu weiten Teilen aus den Subventionen. Ganz oben auf der Liste der hiesigen Top-Empfänger steht ein Zusammenschluss von Landwirten in Eimbeckhausen, 189904,24 Euro überweist ihnen die EU. Gleich an zweiter Stelle der Subventionsempfänger steht – überraschend – mit 136936 Euro die Kirchengemeinde Nettelrede. Diakon Bernd Petermann liefert die Erklärung: „Für die Sanierung der Kirche haben wir Geld aus dem Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums bekommen – wir hätten das sonst finanziell nicht geschafft.“ Übrigens: Auch die Forstgenossenschaften und Forst-Zusammenschlüsse hängen am EU-Agrartropf. Die Reihebürger erhalten ebenso Gelder wie die Forstgenossen von Flegessen bis Beber.
Bild links: Nicht nur für die Landwirtschaft: Die dringend notwendige Sanierung der Sankt-Dionysius-Kirche in Nettelrede findet sich in der Liste der der Zahlungen aus dem EU-Agrarfonds.
Bild rechts: Brüssel zahlt als Ausgleich für Umweltleistungen und für Preise auf dem Weltmarktniveau. Die Hilfe berechnet sich nach der Fläche - große Betriebe bekommen die höchsten Zuschüsse.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 02.01.2010
Im Schneetreiben wird das Jahr 2010 begrüßt
Kirchengemeindeglieder aus Bakede und Nettelrede treffen sich am Neujahrstag am Eilenberg
Bakede/Nettelrede (gö). Im dichten Schneetreiben haben sich gestern Nachmittag am Neujahrstag zahlreiche Gemeindeglieder der evangelischen Kirchengemeinden Bakede und Nettelrede auf dem Eilenberg bei Böbber versammelt, um das neue Jahr 2010 zu begrüßen. Es ist mittlerweile zu einem guten Brauch geworden, sich auf der höchsten Erhebung zwischen Bakede und Nettelrede zur Andacht am Neujahrstag einzufinden – und dies bei jedem Wetter, das nun einmal am 1. Januar herrscht. Dass dieser kirchliche Jahresauftakt stets der obligatorische „Pflichttermin“ für beide Gemeinden bedeutet, wurde an dem bemerkenswerten Zuspruch deutlich. Rund 75 der drei Generationen umfassenden Gemeindeglieder hatten sich auf dem höchsten Punkt versammelt und ließen sich von dem langen und anstrengenden Fußmarsch, auf dem letzten Teilstück quer über das verschneite Feld nicht abschrecken. Diakon Bernd Petermann für die St. Dionysius-Kirchengemeinde und Pastorin Nathalie Nolte für die St. Nikolai-Kirchengemeinde Bakede zeigten sich sehr angetan, dass gerade die jüngeren Gemeindeglieder den Weg auf den Eilenberg gefunden hatten. Nolte hatte ihrem Predigttext Worte des Apostel Jakobus, Bruder des Johannes, aus Kapitel 4, Vers 12-21, zugrunde gelegt. Sie zeigte auf, dass gerade zu Beginn eines noch unbekannten Jahres die rechte Hand Gottes mithelfe, die gehegten Ziele anzusteuern und erfolgreich zu vollenden. Aber auch die unterschiedlichen Pläne, die jedermann und -frau sich auf die Fahne geschrieben haben, würden einerseits Spuren hinterlassen, andererseits aber auch dafür sorgen, dass vorhandene verdrängt werden oder gar verloren gehen. Petermann hatte eingangs die Jahreslosung 2010 der evangelischen Kirche Deutschlands den Gemeindegliedern vor Augen geführt: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! “ (Johannes 14,1.) Der Diakon wies darauf hin, dass die Bürger vom Eilenberg her einen wunderbaren Blick auf die Kernstadt und die Ortsteile hätten, „und wir alle können dankbar sein, in so einer gesegneten Umgebung leben und arbeiten zu können. Gemeinsam gesungen wurden die Kirchenlieder „Nun lasst uns gehen und treten“ sowie „Von guten Mächten treu und still umgeben“; Text Dietrich Bonhoeffer.
Im Schneetreiben hatten sich 75 Gemeindeglieder aus Bakede und Nettelrede zur Andacht auf dem Eilenberg eingefunden. Foto: gö
Jahrgang 2009
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 01.08.2009
Kurzmeldung
Die Besprechung der vorläufigen Endabrechnung für die Sanierung der Kirche in Nettelrede nahm jetzt der Vorsitzende des Kirchenvorstandes,Tischlermeister Wilfried Wehrhahn, zum Anlass, Christian Skibbe kräftig auf die Schulter zu klopfen. Der Mitarbeiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege in Hannover hatte die Renovierungsarbeiten nach einhelliger Auffassung des Kirchenvorstands mit großer Fachkenntnis und Überblick geleitet, das Ergebnis seiner fachlichen Begleitung "kann sich sehen lassen", betonte Wehrhahn - und in Baufragen, insbesondere in Baufragen, die mit der St. Dionysius-Kirche in Zusammenhang stehen, gilt der Tischlermeister schließlich als Instanz in Nettelrede. Er überreichte Skibbe zum Dank eine Flasche aus seinem Privaten Weinvorrat zum Genuss nach Feierabend.
Eine Flasche Wein zum Zeichen des Dankes: Wilfried Wehrhahn überreicht sie Christian Skibbe. Foto: ndz
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 16.06.2009
"Lasset uns ziehen zum Hause des Herrn"
Familiengottesdienst mit Superintendent Philipp Meyer in der renovierten St.-Dionysius-Kirche
Nettelrede (gö). Superintendent Philipp Meyer hat jetzt die renovierte St.-Dionysius-Kirche in Nettelrede der Gemeinde übergeben. "Lasset uns ziehen zum Hause des Herrn" aus dem Psalm 122,1 war der Tag der Wiederinbetriebnahme des evangelischen Gotteshauses überschrieben. Zu einem Familiengottesdienst zogen über 200 Gemeindemitglieder in die runderneuerte Kirche ein, die von Baumeister Conrad Wilhelm Hase 1862 erbaut wurde. Zu Beginn der Feierlichkeiten hatten sich die Teilnehmer noch einmal in der sogenannten "Winterkirche" versammelt. Zwei Jahre diente diese der Gemeinde durchgehend als Versammlungsraum für den Gottesdienst. 35 Jahre insgesamt fanden die Gottesdienste im Winterhalbjahr in der "Winterkirche" statt. "Diese Zeitspanne geht heute zu Ende", sagte Diakon Bernd Petermann. Der Kirchenvorstandsvorsitzende Wilfried Wehrhahn erzählte, dass "wir viel gekämpft und gehofft haben, um die erforderlichen Mittel aufzubringen. Die starke Unterstützung seitens des Kirchenkreisamtes Hameln-Pyrmont - vertreten durch Katja Niehage - und Christian Skibbe vom Amt für Bau- und Kunstpflege Hannover, der letztlich für die bauliche Substanz verantwortlich zeichnete, ermöglichte die Renovierung und Restaurierung in den Zustand, in dem wir jetzt unsere Kirche vorfinden." Angeführt von Philipp Meyer, Pastor Hans-Joachim Schultz-Waßmuth von der Petri-Pauli-Kirchengemeinde Bad Münder, Bernd Petermann und Wilfried Wehrhahn zog die Gemeinde in die restaurierte St.-Dionysius-Kirche ein. Wehrhahn überreichte Niehage ein Blumengebinde als Dank für ihren Einsatz bei der Sanierung und Restaurierung der Kirche. Petermann seinerseits überreichte Wehrhahn eine Erinnerungsurkunde an den ereignisreichen Tag. Der Text der Predigt des Familiengottesdienstes am zweiten Sonntag nach dem Dreifaltigkeitsfest stand im ersten Brief Johannes: "Gott ist Liebe". Nach dem Gottesdienst versammelten sich Gastgeber, Gäste und Gemeindeglieder an einer Kaffee- und Kuchentafel und einem Getränkestand im Pfarrgarten, während es außerdem Spiele für Kinder gab.
Superintendent Philipp Meyer (v. l.) hält den Schlüssel für die renovierte St. Dionysius-Kirche in der Hand und weist Pastor Hans-Joachim Schultz-Waßmuth, Kirchenvorstandsvorsitzenden Wilfried Wehrhahn, Diakon Bernd Petermann und den Mitgliedern des Kirchenvorstandes den Weg ins Gotteshaus.
Diakon Bernd Petermann überreicht Wilfried Wehrhahn eine Urkunde zum Wiedereinzug in die Kirche (Fotos: gö)
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 10.06.2009
Gemeinde zieht wieder in St. Dionysius ein
Nach Abschluss der Sanierung: Familiengottesdienst mit Superintendent Philipp Meyer
Nettelrede (jhr). Mit sichtbaren Feuchtigkeitsschäden fing es an: Als der Holz-Sachverständige Peter Newcombe seinen breiten Schraubenzieher ohne Mühe in den vormals soliden Eichenbalken der Deckenkonstruktion schieben konnte, war klar, dass die Sanierungsarbeiten an der Dionysius-Kirche in Nettelrede wirklich dringend waren. "Einsturzgefahr" lautete die Diagnose. Zwei Jahre später sind die dringendsten Arbeiten abgeschlossen - am kommenden Sonntag wird die renovierte Kirche um 14.30 Uhr bei einem Familiengottesdienst der Gemeinde vorgestellt. Gemeinsam mit Superintendent Philipp Meyer zieht die Gemeinde dazu von der "Winterkirche" in die 1863/64 im neogotischen Stil vom damaligen Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbaute Dionysius-Kirche. Dass sich der bauliche Zustand der Kirche seit der Feststellung Newcombes deutlich sichtbar verbessert hat, freut insbesondere Kirchenvorsteher Wilfried Wehrhahn und Diakon Bernd Petermann. "Ein guter Anfang", sagt Wehrhahn - weist auf noch offene "Baustellen" wie die Sanierung des Altars hin, geht aber auch auf die vielen erledigten Punkte ein: Die Holzschutzmaßnahmen, das neue Dach, die sanierte Fassade mit einigen neuen Fenstern und den extra für St. Dionysius gebrannten Ziegelsteinen. Im Innern strahlt die Kirche hell elfenbeinfarben statt in tristem grau-schwarz - der wohl deutlichste Unterschied, der den Kirchenvorstandsmitgliedern wichtig war. Aus finanziellen Gründen wurde allerdings zunächst davon Abstand genommen, die Decke des Kirchenschiffs in der von Hase vorgesehenen Farbgebung wiederherzustellen.
Sowohl Petermann als auch Wehrhahn sind sich sicher, dass ohne die Feststellung der Feuchtigkeitsschäden auch die übrigen Sanierungsmaßnahmen wohl kaum in Angriff genommen worden wären. Unterstützt vom Kirchenkreisamt und dem Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche wurde die Finanzierung geplant, dazu sogar Zuschüsse aus dem EU-Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums eingeworben. Eine erste Schätzung der Sanierungskosten belief sich auf rund 380000 Euro - die genaue Summe der tatsächlichen Kosten ist in Nettelrede noch nicht bekannt.
Freuen sich über die gelungene Wiederherstellung der vom Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase 1862 entworfenen St.-Dionysius-Kirche: Diakon Bernd Petermann (l.) und Kirchenvorstandsvor-
sitzender Wilfried Wehrhahn.
Juni 2008: Bauingenieur Christian Skibbe vom Landeskirchenamt dokumentiert Schäden an der Fassade.
Mai 2007: Peter Newcombe stellt gravierende Schäden in der Deckenkonstruktion der Kirche fest. (Fotos: jhr)
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 03.04.2009
Vom Sanierungsfall zur schmucken Kirche
Elfenbein statt schwarz: Innenraum von St. Dionysius wird wieder hell
Nettelrede (jhr). Mit sichtbaren Feuchtigkeitsschäden fing es an, dann folgte Schreckensmeldung auf Schreckensmeldung: Auch tragende Teile der Deckenkonstruktion hatten durch eindringendes Regenwasser Schaden genommen, das Dach musste erneuert und Teile der Backsteinfassade ausgetauscht werden – nach Monaten der Sanierung wirkt Sankt Dionysius in Nettelrede derzeit wie nach einer Frischzellenkur. Noch allerdings führen die Handwerker in der 1863/64 im neogotischen Stil vom damaligen Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbaute Kirche Regie. Innen wie außen ist das alte Gemäuer eingerüstet, doch können sich die Veränderungen bereits sehen lassen. Ganz offensichtlich: Der schwarze Farbauftrag gehört der Vergangenheit an. Malermeister Paul-Uwe Dietzsch und seine Kollegin Maike Brockmann-Groß haben unter dem bisherigen Anstrich die ursprünglich von Kirchenbaumeister Hase geplante Farbgebung für die Kirche wiederentdeckt. Neben dem warmen, hellen Grundton überrascht die Farbigkeit – Hase hatte rote und grüne Absetzungen vorgesehen. Da die Wiederherstellung der gesamten Kirche in dieser Farbgebung allerdings den finanziellen Rahmen der Sanierung sprengen würde, wird zunächst nur eine helle Grundierung aufgetragen, deren Farbton Dietzsch als „dunkles Elfenbein“ bezeichnet. Verändere sich die finanzielle Situation, könne die ursprünglich von Hase vorgesehene Farbgebung nachträglich aufgebracht werden. Diakon Bernd Petermann erhofft sich bereits jetzt von der neuen Farbgebung einen „Gewinn an Licht und Höhe“ für das Kircheninnere. „Das wird eine Überraschung. Die Gemeinde wird sich freuen“, sagt Malermeister Dietzsch. Während er für den hölzernen Teil der Kirche zuständig ist, kümmert sich Malermeister Christian Hansel um die Wände. Nachdem einzelne Bereiche neu verputzt waren, säuberten er die Wände von Schmutz wie Ruß und Paraffinen – zum Einsatz kamen Spezial-Schwämme, da im Kircheninnern ohne Feuchtigkeit gearbeitet werden sollte. Haarrisse im Mauerwerk wurden mit speziellem Silikonspachtel behandelt, die folgenden Schichten von der Putzschlemme bis zum Absperrgrund und dem eigentlichen Anstrich darauf abgestimmt. „Wir verwenden alle Materialien aus einem System, damit es keine Probleme gibt“, erklärt Hansel. Da er in den vergangenen Jahren ausschließlich mit der Sanierung historischer Bauten wie Kirchen und Klöster beschäftigt war, kann er inzwischen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Manchmal helfen aber auch Experten nur Tricks: Um die historische Optik der Wandgestaltung so genau wie möglich wieder herzustellen, verwendet Hansel zum Farbauftrag zwar zunächst eine moderne Rolle, „kämmt“ die Farbe dann aber mit einer Bürste durch – und erhält so die gewünschte Bürstenschlag-Optik. Für die Gestaltung der Fugen der Backstein-Elemente greift er ebenfalls in die Trickkiste: Das zarte Grau stammt aus einem Gläschen Plaka-Farbe – sonst zumeist von Kindergartenkindern und Grundschülern verwendet. „Hat sich einfach bewährt“, sagt der Malermeister. Den Handwerkern kräftig im Nacken sitzt Kirchenvorsteher Wilfried Wehrhahn – „Zu Ostern müssen sie im Innenraum durch sein“, sagt er. Die Konfirmation am 3. Mai soll bereits wieder in der Kirche stattfinden. Geleitet und koordiniert werden die Arbeiten von Bauingenieur Christian Skibbe vom Amt für Bau und Kunstpflege der Landeskirche „Der hat sich hier richtig lang gemacht“, lobt Kirchenvorsteher Wehrhahn.
Maike Brockmann-Groß dokumentiert die im ursprünglich von Baumeister Hase vorgesehenen Stil wiederhergestellte Gestaltung der Kirche.
Komplett eingerüstet: der Innenraum von St. Dionysius.
Malermeister Christian Hansel macht die Fugen wieder sichtbar – mit Plaka-Farbe.
(Fotos: jhr)
Jahrgang 2008
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 19.06.2008
Freier Blick auf marode Hölzer und Balken
Nettelrede (jhr). Die großen Überraschungen blieben aus - und darüber war Bauingenieur Christian Skibbe vom Amt für Bau und Kunstpflege der Landeskirche gestern nicht unglücklich. Auch ohne neue Schreckensmeldungen über den baulichen Zustand der 1863/64 im neogotischen Stil vom damaligen Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbauten Dionysius-Kirche in Nettelrede wird die Sanierung teuer genug - 380 000 Euro hat Skibbe veranschlagt. Dachdeckermeister Frederik Oltrogge von der Wolfsburger Bedachungsgesellschaft entfernte gestern mit seinem Team die Dachpfannen und legte den Blick auf das frei, was Skibbe und Gutachter bereits geahnt hatten: Feuchtigkeit hat die Balkenkonstruktion des Dachstuhls an vielen Punkten angegriffen, etliche Hölzer werden ersetzt werden müssen. Drei bis vier Wochen, so die Schätzungen, werden Zimmerleute für die Sanierung benötigen, ähnlich lange anschließend auch Oltrogge und seine Mannschaft für die Neueindeckung der rund 600 Quadratmeter Dachfläche. Verwendet werden Pfalzziegel, die den bisher verwendeten Ziegeln optisch gleichen, aber durch zusätzliche Verklammerung besonders fest sitzen werden.
Wie dringend notwendig auch Maurerarbeiten sind, stellte Skibbe gestern erneut fest. Sämtliche Fugen im Mauerwerk der Kirche sollen neu ausgestrichen werden, außerdem muss die Rollschicht, der Mauerabschluss, komplett neu befestigt werden.
Seit gestern nackt - der Dachstuhl der Dionysius-Kirche. Eine Folie soll während der Sanierungsarbeiten Feuchtigkeit abhalten.
Bislang unter Dachziegeln verborgen: Dachdeckermeister Frederick Oltrogge zeigt die Schäden, die eindringendes Wasser an Balken und Sparren angerichtet hat.
Ziegelsteine, die sich hoch oben am First von Hand aus der Mauer ziehen lassen - Christian Skibbe sieht die Planung umfangreichern Maurerarbeiten bestätigt.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 06.05.2008
Handwerker übernehmen die Regie in St. Dionysius
Kirchensanierung in Nettelrede hat gestern begonnen / Kosten von rund 380 000 Euro erwartet
Nettelrede. Die Dionysius-Kirche in Nettelrede hat eine Sanierung dringend nötig. Feuchtigkeitsschäden an den Wänden sind auch für Laien deutlich sichtbar, die verborgenen Schäden an tragenden Teilen der Deckenkonstruktion wurden im vergangenen Jahr von einem Sachverständigen für Holzschutz bestätigt - unmittelbar nach der Konfirmation hatte Diakon Bernd Petermann Teile der Kirche sperren lassen. Am Sonntag wurde erneut Konfirmation in Nettelrede gefeiert - und gestern rückten die ersten Handwerker an, um mit umfangreichen Arbeiten am Gotteshaus zu beginnen. "Wir haben einen engen Zeitplan", sagen Diakon Petermann und Kirchenvorstandsvorsitzender Wilfried Wehrhahn. Die 1863/64 im neogotischen Stil vom damaligen Star-Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbaute Kirche wird mehrere Monate von der Gemeinde nicht zu nutzen sein. Bis Mitte Dezember sollen die Handwerker in der Kirche das Sagen haben - und die Liste der Aufgaben ist lang. Rund 380 000 Euro werden die Arbeiten nach ersten Schätzungen kosten.
Gestern begannen Martin Reichelt und Marcel Jugel von der Tischlerei Wehrhahn mit dem Ausbau des Gestühls. Die Kirchenbänke müssen raus, damit in der Kirche wie auch an der Außenfassade Gerüste aufgestellt werden können. Dachdecker sollen anschließend die Vorbereitungen treffen, damit Zimmerleute den Dachstuhl und die Deckenkonstruktion instand setzen können. Parallel zur Dacheindeckung sollen anschließend Arbeiten an der Fassade durchgeführt werden - eine Neuverfugung ist notwendig, außerdem müssen Ziegelsteine ersetzt werden. "Vielleicht müssen sogar extra neue Steine gebrannt werden", erklärt Diakon Petermann. Im Kircheninnern stehen dann Holzschutzarbeiten an, der Gemeine Nagekäfer - auch als Holzwurm bekannt - hat sich in den Kirchenbänken ausgebreitet. Saniert werden soll auch der Altar, die unter grauer Farbe begrabene Holzstruktur soll wieder sichtbar gemacht werden.
Auch der Altar wird saniert - die Farbe soll weichen, die Holzmaserung wieder sichtbar werden. Kirchenvorsteher Wilfried Wehrhahn begutachtet die Bänke, die er vor 40 Jahren selbst eingebaut hat - gestern starteten Martin Reichelt und Marcel Jugel (l.) mit dem Ausbau des Gestühls. Fotos: jhr
Jahrgang 2007
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 23.08.2007
Landeskirche zahlt Reparaturen
Zusage über 250 000 Euro für Sanierung der Nettelreder Kirche
Nettelrede (ric). Jetzt hat Diakon Bernd Petermann es schwarz auf weiß: Die Landeskirche wird für die hohen Sanierungskosten der Dionysius-Kirche aufkommen.
In einem Schreiben teilte die Landeskirche mit, dass zunächst 250 000 Euro bereit gestellt werden. "Die Zusage liegt auf dem Tisch, dennoch wird das Geld nicht voll ausreichen", vermutet Petermann. Wie viel tatsächlich investiert werden muss, ist nicht bekannt - "wir rechnen aber mit mehr als der Viertelmillion", sagt der Diakon. Heute kommt der Kirchenvorstand zu einem Treffen zusammen. Dort soll beschlossen werden, wann die Sanierung losgeht, geplant ist der Baustart direkt nach den Konfirmationen im kommenden Jahr - in der kleinen Winterkirche würde der Platz nicht für Feiern dieser Größenordnung ausreichen.
Feuchtigkeit, Pilz- und Holzwurmbefall haben der Kirche im Laufe der Zeit arg zugesetzt. Die Einsturzgefahr wurde bei Sicherungsmaßnahmen zumindest fürs Erste abgewendet.
Provisorisch wurden Anfang Juli erste Sicherungsmaßnahmen in der Kirche vorgenommen.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 04.07.2007
Kampf gegen die Zeichen der Zeit: Sanierung der Kirche wird teurer
St.-Dionysius soll nach Sicherung wieder öffnen / Neues Dach für Winterkirche
Nettelrede. Für Diakon Bernd Petermann spielt sich zurzeit ein Großteil seines Lebens zwischen zwei Baustellen ab: In der St.-Dionysius-Kirche Nettelrede werden provisorische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, zeitgleich bekommt die Winterkirche nebenan ein neues Dach. Ein Kampf an zwei Fronten gegen Feuchtigkeit und die Zeichen der Zeit, der teurer wird, als bislang angenommen. So rechnen die Experten vom Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche nach Angaben Petermanns nicht mehr mit "nur" 250 000 Euro für die Sanierung der morschen Deckenkonstruktion in den Querschiffen: "Davon ist keine Rede mehr." Klar ist, dass die Einsturzgefahr zunächst provisorisch abgewendet werden soll. Fachmänner einer Holzbaufirma aus Hemeringen sichern die von Feuchtigkeit gezeichneten Teile. Ab morgen soll das 1863erbaute Gotteshaus wieder öffentlich zugänglich sein. Diakon Petermann hatte die Portale Anfang Mai zur Sicherheit verriegelt."Die große Sanierung der Kirche soll dann im nächsten Jahr gemacht werden, direkt nach der Konfirmation." Während sich immer mehr Hiobsbotschaften abzeichnen - so sind viele Bänke auch vom Holzwurm angegriffen - scheinen zumindest die Dachsparren noch gut intakt zu sein. Das Dach der angrenzenden Winterkirche, in der bereits ein Familiengottesdienst vor überfülltem Haus stattgefunden hat, wird zurzeit komplett neu gedeckt. Das alte war undicht, von den Lehmdecken tropfe schon der Regen durch. Punktuelle Ausbesserungsarbeiten im vergangenen Jahr haben nicht den gewünschten Effekt gehabt.
Da ist der Wurm drin: Willibald Piegsa von der Firma Wolter Holzbau bearbeitet Kirchenbänke.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 23.05.2007
Experten untersuchen die Dachkonstruktion
Einsturzgefahr: Decke der Dionysius-Kirche angegriffen / Holz-Sachverständiger erstellt Gutachten
Nettelrede. Peter Newcombe hat den Vorteil des Sachverständigen: Seit 30 Jahren begutachtet er Schäden an Hölzern, und so kann er die Decken- und Dachkonstruktion der Dionysius-Kirche in Nettelrede fachmännisch-nüchtern untersuchen - auch, wenn sein Schraubenzieher sich gerade in einen vormals soliden Eichenbalken schieben lässt, als würde dieseraus Butter bestehen. "Weißfäule", diagnostiziert Newcombe. "Zum Glück ist das hier nicht das einzige tragende Teil." Unmittelbar nach der Konfirmation Anfang Mai ließ Diakon Bernd Petermann die Kirche in Nettelrede für die Öffentlichkeit sperren, kurze Zeit später erhärtete sich der Verdacht des Kirchenvorstandes und der Experten des Amtes für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche: Die Deckenkonstruktion in den Querschiffen der 1863 im neogotischen Stil von Baumeister Conrad Wilhelm Hase erbauten Kirche ist einsturzgefährdet. Die Vermutung: Über die Jahre eindringende Feuchtigkeit hat den Hölzern stark zugesetzt. Jetzt geht Newcombe als Sachverständiger für Holzschutz gemeinsam mit erfahrenen Zimmerleuten den Problemen auf den Grund. Gerüste wurden im Kirchschiff aufgestellt, damit die Schäden an der schwarz gestrichenen Deckenkonstruktion aus der Nähe untersucht werden können. Balken werden freigelegt, Verkleidungen abgenommen - nicht immer gefällt Newcombe, was er hinter einer augenscheinlich intakten Verkleidung findet: Weißfäule hat schwere Zangen aus Eichenholz weißlich-grau verfärbt, das Holz fällt schon bei der Untersuchung faserig auseinander. Am Holz entdeckt Newcombe den Ausgebreiteten Hausporling, früher auch Eichenporling genannt, einen Holz zersetzenden Pilz. "Hier muss sehr viel Feuchtigkeit eingewirkt haben", sagt der Sachverständige - für die Suche nach der vermuteten undichten Stelle im Dach bleibt keine Zeit, zunächst müssen auch die anderen Hölzer der Deckenkonstruktion untersucht werden. Dabei kommt Newcombe und den Zimmerleute ihre Erfahrung zugute - schon eine für das ungeübte Auge kaum zu bemerkende Delle an einem Balken macht die Experten misstrauisch - und tatsächlich: Hinter der Verkleidung findet sich ein Balken, der bereits deutlich von Braunfäule angegriffen ist. Newcombs erste Diagnose: "Das Holz im Mauerwerk ist vollkommen zerstört."Bis Anfang nächster Woche wird der Sachverständige die Untersuchungen fortsetzen, dann seine Empfehlungen formulieren. Empfehlungen, die von der Landeskirche mit Spannung erwartet werden: Für 2008 ist als außerordentliche Maßnahme ohnehin die Erneuerung der Dachdeckung für rund 180000 Euro vorgesehen. Je nachdem wie das Gutachten ausfällt, müssen die Arbeiten eventuell vorgezogen werden - und fallen durch die Sanierung der Dachkonstruktion auch deutlich teurer aus. Einen Trost hat Newcombe schon jetzt für die Nettelreder: " Der Befall durch den Gemeinen Nagekäfer oder Holzwurm im Kirchengestühl ist nur ein kleines Problem. Das kriegen wir sicher wieder hin."
Weißfäule hinter der Verkleidung und butterweiches Holz: Peter Newcombe auf der Suche nach Schäden.
Quelle: Neue Deister Zeitung vom 09.05.2007
Dionysius-Querschiff gesperrt
Experten: Einsturzgefahr in einem Teil der Nettelreder Kirche
Nettelrede (jhr). Auf Feuchtigkeit an den Wänden hatten die Verantwortlichen der Kirchengemeinde Nettelrede schon seit längerem hingewiesen - doch jetzt gibt es in der von Baumeister Conrad Wilhelm Hase 1864 entworfenen Dionysius-Kirche massive Probleme: Die Deckenkonstruktion in den Querschiffen ist einsturzgefährdet, Experten haben Pilzbefall in der hölzernen Decken- und Dachkonstruktion festgestellt.
Bauingenieur Christian Skibbe vom Landeskirchenamt untersuchte gestern gemeinsam mit Diakon Bernd Petermann und Vertretern des Kirchenvorstands von einem Gerüst aus die offensichtlichen Schadstellen. Die erste Einschätzung, die eine vorläufige Untersuchung Ende April bestätigte: Zahlreiche Hölzer, Deckenbalken, Stiele, Kopfbänder und Sparrenfüße sind durch Pilze und tierische Schädlinge stark geschädigt oder sogar zerstört. Für 2008 ist bereits die Erneuerung der Dachdeckung für geschätzt 180 000 Euro vorgesehen, durch die jetzt erkannten Schäden werden sich die Kosten der Dachsanierung aber voraussichtlich massiv erhöhen. Ende Mai soll Peter Newcombe, Sachverständiger für Holzschutz, die gesamte Holzkonstruktion der Decken und des Daches untersuchen, um das Ausmaß der Schäden festzustellen.
Einsturzgefährdet - die Deckenkonstruktion im Querschiff. Die Bereiche müssen für Gottesdienste und Veranstaltungen gesperrt werden.
Balken in erschreckendem Zustand: Diakon Bernd Petermann zeigt von Feuchtigkeit angegriffene Hölzer.